Das war das Vienna Photobook Festival 2017

Am vergangenen Wochenende hat es in Wien  wieder einmal eine hervorragende Möglichkeit gegeben, innerhalb kurzer Zeit elegant zu verarmen: Vom 10 bis 11 Juni 2017 fand auf dem Gelände der alten Ankerbrotfabrik das Vienna Photobook Festival statt.

Am Samstag Vormittag stand unter anderem Magnum-Fotograf Martin Parr für ein Gespräch mit Verena Kaspar-Eisert zur Verfügung, am Nachmittag interviewte Andreas H. Bitesnich den Schweizer Fotografen René Groebli. Einer der großen alten Magnum-Starfotografen, Bruce Davidson, wurde am Sonntag von Hans Michael Koetzle zu seinem Leben und Werk befragt. Davidson wird auch am Mittwoch, 14. Juni, an der Eröffnung einer ihm gewidmeten Ausstellung in der Wiener Galerie WestLicht teilnehmen.

Im Rahmen des Besuchs das Fotobuch Festivals konnte man in der Galerie Anzenberger eine Groebli-Ausstellung EARLY WORK besichtigen. Die Schau zeigt Bilder des heute 90jährigen Fotografen aus den Jahren 1945 bis 1955. Außerdem gab es bei Anzenberger auch eine kleine und sorgfältig zusammengestellte Schau rarer Fotobücher. Die betreuenden Mitarbeiterinnen der Galerie gaben kompetente Auskünfte zu den ausgestellten Büchern.

In der Galerie Ostlicht konnte man im Rahmen der aktuellen Ausstellung APPEAL! Fotos von den Filmfestspielen in Cannes in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts sehen (auf der verlinkten Homepage finden sich alle Fotos – für alle, die’s nicht in den 10. Wiener Gemeindebezirk schaffen!).

Und dann gab es natürlich die ehemalige Expedithalle mit den ausstellenden  Verlagen. Von Japan bis Kanada, von Georgien bis Australien spannte sich das Spektrum der Anbieter. Wie in der Einleitung beschrieben: so schnell hätte man gar nicht schauen können, wie man ein Vermögen für außergewöhnliche, prächtige, spannende, singuläre Kunstbücher verjuxen hätte können…

Fazit: Zum gelungenen fünfjährigen Jubiläum des Festivals kann man Initiatorin Regina Anzenberger und ihrem künstlerischen Ko-Leiter Michael Kollmann nur herzlich gratulieren.

 

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