Es geht halt nicht ohne Fußball-WM …

… nicht einmal bei mir, auf complexityinaframe. Aber: Hier geht’s ein bisschen anders zur Sache, bin ich doch bekennender Nicht-Fußballfan.

Ob Matteo de Mayda ein Fußballenthusiast ist weiß ich nicht. Ein toller Fotograf ist er jedenfalls, und er hat sich als Thema für eines seiner Projekte das kleinste Land, das an der WM teilnimmt, gewählt: Island, und die Liebe der Isländer zum Dribbelsport.

Folgt also dem Link – und Matteo de Mayda in die erstaunlich lebhafte Welt des insularen Fußballtreibens!

http://www.matteodemayda.com/THE-FIRST-TIME

Videosonntag: Vivian Maier – die BBC-Dokumentation

[Achtung: Die Dokumentation ist auf Englisch und leider nicht untergetitelt]

Zur Zeit ist in Wien zum ersten Mal eine Vivian-Maier-Ausstellung zu sehen. Als Hintergrundinformation: Eine der beiden großen Dokumentationen über das Leben der fotografierenden Nanny. „Vivian Maier – who took Nanny’s pictures?“ wurde erstmals im Sommer 2013 in England ausgestrahlt, kurz vor der Premiere des Films „Finding Vivian Maier“ von John Maloof. Ein kurzer Kommentar dazu unter dem folgenden Video:

Ein paar Worte zu obiger Dokumentation: Schon bald nachdem die ersten Fotos (Negative und Anzüge, teilweise nicht ausgearbeitete Filme) von Maier 2007 im Rahmen einer Zwangsversteigerung an hauptsächlich drei Bieter gingen, zeichnete sich eine deutliche Kontroverse um die Bewertung und den Umgang mit den Fotos ab. Die Deutungshoheit errang zweifellos John Maloof, der unter anderem mit Crowdfunding-Mitteln die preisgekrönte Doku „Finding Vivian Maier“ drehte. Kritiker warfen Maloof vor, dass er mit „seiner“ Erzählung des Lebens von Vivian Maier auch seinen Anspruch auf die Vermarktung der Fotos stützen wollte.  „Videosonntag: Vivian Maier – die BBC-Dokumentation“ weiterlesen

Caturday (Juni)

Da das Internet voller – zugegebenermaßen mitunter wundervoller – Katzenbilder steckt, habe ich mich diesem Trend weitgehend widersetzt. Da der mit uns zusammenlebende Monsieur Noir heute aber sehr drängend darauf hingewiesen hat, dass wieder einmal Caturday ist und er daher zumindest eine minimale mediale Präsenz erwarten dürfe, habe ich nachgegeben. Verurteilt mich nicht deswegen.

Monsieur Noir

Ausstellungstipp: Vivian Maier in der Galerie Westlicht, Wien

Vivian Maier (1926-2009) gilt heute als eine der ganz Großen der Street Photography. Ein bisschen erinnert ihr Schicksal an jenes von Vincent van Gogh, der zu Lebzeiten kein einziges Bild verkaufen konnte. Inwieweit diese Assoziation berechtigt oder das Ergebnis einer bewusst gesteuerten Interpretation ihrer Biografie seitens eines der Käufer von Maiers Nachlass ist, sei dahingestellt.

Vivian Maiers fotografischs und filmisches Werk wurde erst nach ihrem Tod bekannt. Und dieses Werk umfasst unter anderem an die 100.000 teilweise nicht einmal entwickelte Negative; Tonbänder; 8mm Schmalfilme. „Ausstellungstipp: Vivian Maier in der Galerie Westlicht, Wien“ weiterlesen

Videosonntag: La Gacilly – ein ganzes Dorf als Galerie

Seit diesem Wochenende findet in Baden bei Wien ein großes Fotofestival statt, für das eine Initiative des kleinen bretonischen Städtchens La Cacilly Pate stand. Wenn ihr mehr wissen wollt – nur zu. Über das Event in Baden werde ich gesondert berichten!

Video: Die Becher-Klasse

Man kann kaum ein neueres (deutsches) Fotobuch zur Hand nehmen, ohne früher oder später über den Namen „Becher“ oder den Begriff „Becher-Klasse“ oder „Becher-Schule“ zu stolpern. In seiner neuen „Kleinen Geschichte der Fotografie“ (Reclam) etwa schreibt Boris von Brauchitsch: „Die Ordnung der Dinge und die Gesetze ihrer tristen Trivialität, die das Künstlerpaar (Hilla und Bernd Becher) in den 60er Jahren in die Nähe der Konzept-Kunst gerückt hatten und die Bernd Becher als einflussreichen Lehrer an der Düsseldorfer Akademie vermittelte, wirkten bei seinen Schülern facettenreich nach.“ (Brauchitsch 2018, S, 267).

Was bedeutet das? Hier ein Video dazu:

Sorry, no video :-( Aber ein kleiner Vorgeschmack auf einen längeren Essay

Wie aus meinen Blogbeiträgen der letzten Woche zu ersehen, befinde ich mich erstaunlicherweise auf Urlaub (ja, ich kenne es wirklich, das perverse „u“-Wort!). Viel Natur, viel Kultur, und eine matte Internet-Performance.

Dafür (oder daher?) Zeit, sich vertieft mit dem einen oder anderen Thema zu beschäftigen, darunter auch mit der tschechischen Fotografie.  Wie erwähnt, habe ich im Fotografie-Museum von Jindrichuv Hradec auch zwei Bücher über tschechische Fotografen erworben. Beiden liegt erfreulicherweise ein englisches Summary bei. Mit einem der beiden, Dr. Jaroslav Feyfar, setze ich mich gerade auseinander. In Kürze folgt ein längerer Beitrag über sein Leben und seine Konzeption von Fotografie. Hier als Vorgeschmack eines seiner Landschaftsfotos, vermutlich aus der Zeit vor dem 1. Weltkrieg.

Ein Teich bei Jilemnice