Vernissage „contemporary“ im Fotoquartier, 2. November 2018

Zur Eröffnung des off-festivals vienna 2018 rief das Haus der Fotografie einen Open Call aus. Eingereicht wurden Fotos, die sich inhaltlich mit dem Thema CONTEMPORARY auseinander setzen.

Eine Auswahl der interessantesten Einreichungen wird bei der Eröffnung des off-festivals vienna am Freitag, den 02.11.2018, um 20 Uhr in der Fotoausstellung „CONTEMPORARY“ im FotoQuartier Wien zu sehen sein.

Nun – gestern fand die Vernissage statt und sie war ein meiner Meinung nach ein rundum gelungenes Event.

Markus Hippmann, Leiter des „Hauses der Fotografie“ Wien, führte durch den Abend: Nach einer kurzen Begrüßung zirkulierten die zahlreichen Gäste durch die Räume und begutachteten die ausgestellten Fotografien (nicht, ohne sich zwischendurch mit Säften, Wein und Knabbergebäck zu laben).

Gegen 20.30 wurden der Reihe nach die Fotografinnen und Fotografen auf die Bühne gebeten und konnten kurz ihre jeweiligen Projekte  vorstellen.  Markus Hippmann überreichte jeder Teilnehmerin und  jedem Teilnehmern einen Ausstellungskatalog, der regulär im Haus der Fotografie und im Fotoquartier für nur unglaubliche 15,– EUR erworben werden kann.

„Vernissage „contemporary“ im Fotoquartier, 2. November 2018″ weiterlesen

Die geglückte Visualisierung der österreichischen Geschichte im Mumok

Die Ausstellung Photo/Politics/Austria im Wiener MUMOK ist ein bemerkenswerter pointierter Beitrag zum oft strapazierten „Gedenkjahr“ 2018.

100 Jahre Republik – das kann gefährlich werden. Dann beispielsweise, wenn man eine Art republikanischen Urknall erfindet, der die Geschichte des neuen Staates von der imperialen Vergangenheit des Vielvölkerstates der Habsburger loslöst. Oder wenn man ignoriert, dass sich bis weit in die Gegenwart hinauf relevante Fraktionen der herrschenden Klasse niemals mit der republikanischen Idee anfreunden konnten.

„Die geglückte Visualisierung der österreichischen Geschichte im Mumok“ weiterlesen

Ausstellungstipp: Bretagne in Baden – La Gacilly

Es gibt schon ein paar Blogbeiträge auf complexityinaframe, die sich mit dem Festival La Gacilly beschäftigen. Das waren “Aufwärmrunden”, weil ich bis dahin noch keine Gelegenheit hatte, die “Ausstellung” La Gacilly/Baden I love Africa zu besuchen.

Warum die Anführungszeichen? Weil “Ausstellung” dem, was in Baden geboten wird, einfach nicht gerecht wird. Die kaiserliche Kurstadt in der Nähe Wiens zeichnet sich durch einen ganz bestimmten imperialen Charme aus, der von der Römertherme, dem Strandbad und dem Casino bis heute aufrecht erhalten wird und einen Hauch von Fin-de-siècle-Dekadenz ausstrahlt. Und  mitten drin, an verschiedenen Orten – in Parks, Passagen, Innenhöfen, Hauswänden, dem Becken eines Kanals: Fotos. Nicht irgendwelche Fotos. Nein – durch die Bank brillante Fotos, in einer Größe und Darbietungsform, die einen buchstäblich anspringt. So anspringt wie einige der exotischen Tiere, die wir im Rahmen des Festivals zu sehen bekommen. „Ausstellungstipp: Bretagne in Baden – La Gacilly“ weiterlesen

Videosonntag: La Gacilly – ein ganzes Dorf als Galerie

Seit diesem Wochenende findet in Baden bei Wien ein großes Fotofestival statt, für das eine Initiative des kleinen bretonischen Städtchens La Cacilly Pate stand. Wenn ihr mehr wissen wollt – nur zu. Über das Event in Baden werde ich gesondert berichten!

Das Fotomuseum von Jindrichuv Hradec

Wenn man vom Waldviertel auf Höhe Heidenreichstein bei Grammet die Grenze nach Tschechien überquert, gelangt man nach rund 30 Kilometer in das malerische Jindrichuv Hradec .

Dort befindet sich im 1594 gegründeten Jesuitenkolleg heute das Museum für Fotografie und moderne Bildmedien.  Das Museum soll die Öffentlichkeit mit dem Schaffen vor allen tschechischer, aber auch internationaler Fotografinnen und Fotografen vertraut machen. Gleichzeitig vermittel es tiefe Einblicke in die Geschichte der fotografischen Apparaturen und die technischen Aspekte des „Zeichnens mit Licht“.

Daneben beherbergt das hervorragend restaurierte und adaptierte Gebäude auch eine modernst ausgestattete Digitalisierungsabteilung, die für die Ausstellungen (aber auch andere Museen) analoge Bildquellen aufbereitet. Daneben gibt es eine Fachbibliothek und einen Museumsshop. Für Kinder und Erwachsene werden begleitend Workshops angeboten. Eine Dauerausstellung „Macht der Medien“, die sich neben den klassischen fotografischen Themen mit Rundfunk- und Fernsehtechnik, neuen Medien und Videokunst auseinandersetzt, rundet das Ausstellungsangebot ab.

Was waren die Highlights? Interessant sind Videoinstallationen, die Studioshootings mit Plattenkameras zeigen, oder inszenierte Fotosessions auf einem Jahrmarkt. Spannend auch die Sonderausstellung zum 100. Geburtstag der tschechischen Republik – leider sind die Beschriftungen durchwegs auf tschechisch, was für Besucherinnen und Besucher, die der Sprache nicht mächtig sind, den Genuss deutlich trübt.

Noch bis 1. 7. 2018 ist die Ausstellung „New York“ von Pavla Sojky zu sehen – sehr eindringliche Blicke auch auf die Schattenseiten einer amerikanischen Großstadt.

Im Museumsshop stellte ich wieder einmal seufzend fest: Wie wenig wissen wir doch von der Fotografiegeschichte unserer Nachbarn! Zwei Fotobücher mussten jedenfalls erworben werden – über Miroslav Tuma und Jaroslav Feyfar. Beide Fotografen werde ich in  nächster Zeit den Besucherinnen und Besuchern meines Blogs vorsstellen.

 

Baobab – eine außergewöhnliche Fotoausstellung im Naturhistorischen Museum Wien

Pascal Maitre ist einer der wichtigsten Fotografen, wenn es um Afrika geht – seine Menschen, seine Probleme, seine Natur.  Für Magazine wie GEO, Stern,  Paris Match und National Geographic hat er unter anderem über den von der Weltöffentlichkeit weitgehend ignorierten Bürgerkrieg in Sierra Leone berichtet. In der (österreichischen) Edition Lammerhuber erschien 2012 sein Bildband „Amazing Africa“, der tiefe Einblicke in das Leben des Kontinents gewährt.

Pascal Maitre (Mitte)

Pascal Maitre hat sich immer wieder mit den Baobabs, den „Affenbrotbäumen“, auseinandergesetzt – jenen majestätischen 1.800 Jahre alten Bäumen, die bis zu 35 Meter in den Himmel ragen und den Anschein erwecken, als wären es ihre Wurzeln, die das Firmament berühren wollten.
„Baobab – eine außergewöhnliche Fotoausstellung im Naturhistorischen Museum Wien“ weiterlesen