Videosonntag: Ein Film von Helen Levitt über das Leben in Harlem Ende der 40er Jahre

Zur Zeit zeigt die Albertina in Wien eine Ausstellung mit Arbeiten von Helen Levitt (1913-2009). Sie war eine der ganz Großen der Streetphotography.  Sie bewegte sich im Umfeld der New York Photo League, arbeitete seit 1938 mit Walker Evans und entdeckte bald den Film als Ausdrucksmittel.

1948 drehte sie mit dem Fotografen James Agee und der Malerin Janice Loeb einen Film über das Leben in East Harlem: „In the street“. Hier die Fassung aus dem Jahr 1952 mit Musik von Arthur Kleiner.

Eine spannende Ausstellung im Wiener Ringturm: Fundamente der Demokratie

Zum 20-jährigen Jubiläum der Ausstellungsreihe „Architektur im Ringturm“ wird dort ein weiteres Jubiläum zelebriert: 100 Jahre Republik.

„Fundamente der Demokratie“ ist ein programmatischer Einspruch – und er wird in dieser Schau fulminant eingelöst. Architektur als Spiegelbild des gesellschaftlichen und politischen Wandels; eine Idee, die seit den 20er Jahren von demokratisch und innovativ gesinnten Architekten und Bauherren (Stichwort: Baupolitik im „Roten Wien“) in bis heute wegweisende Bauwerke umgesetzt wurde. „Eine spannende Ausstellung im Wiener Ringturm: Fundamente der Demokratie“ weiterlesen

Da fällt ein Haus … (2) Heute: Flossgasse 14, 1020, Wien Leopoldstadt

Im 2. Wiener Gemeindebezirk wurde mit Brachialgewalt ein Bauwerk des Architekten Oskar Marmorek (1863-1909) abgerissen. Zumindest begannen die Abreissarbeiten, die nach einer Polizeiintervention auf Grund von Anrainerbeschwerden eingestellt wurden.

Das 1907 errichtete Bauwerk beherbergte früher eine Mikwe, ein rituelles jüdisches Tauchbad.

Demolierter Marmorek-Bau in der Flossgasse 14
Flossgasse 14

Vorstellungsvorschau: Photo/Politics/Austria

Im Wiener Museum moderner Kunst Mumok gibt es zur Zeit eine Ausstellung an der Schnittstelle zwischen allgemeiner Geschichte und Mediengeschichte: Phiti/Politics/Austria.

Auf der Homepage des mumok findet sich eine kurze Darstellung des Projekts und ein Videointerview mit einer der Kuratorinnen, Einen ausführlichen Bericht wird es geben, nachdem ich die Ausstellung besucht haben werde!

https://www.mumok.at/de/node/30968

 

Da fällt ein Haus, da steht ein Kran, und ewig droht der Baggerzahn

Seit 1. Juli 2018 ist es in Wien schwieriger geworden, Häuser, die vor dem 1. Jänner 1945 errichtet wurden, abzureissen. Außer in den wenigen (meist im Stadtzentrum gelegenen) Schutzzonen genügte bis dahin eine rechtzeitige Meldung der geplanten “Bauvorhaben” (besser: “Zerstörungsvorhaben”) beim Magistrat, und schon trat die Abrissbirne in Aktion.

Abrisshaus: Radetzkystraße 6, in dem Haus wohnen noch 25 Mieter

Nun hat die MA 19 (Stadtbildpflege) durch eine Änderung der Wiener Bauordnung für zahlreiche Abrissprojekte den Stecker gezogen. Sind von einem vor 1945 errichteten Gebäude mehr als 50 % erhalten, will die MA 19 in der Regel keine Lizenz zum Demolieren erteilen. „Da fällt ein Haus, da steht ein Kran, und ewig droht der Baggerzahn“ weiterlesen