Videosonntag: Die „Rencontres de la photographie Arles 2018“

Und wieder ist es Sommer, und damit verwandelt sich Arles, die alte Römerstadt in der französischen Camargue,  in das Zentrum der internationalen Fotografie.  Vom 2. Juli bis zum 23. September 2018 gibt es buchstäblich Hunderte Ausstellungen, Konferenzen, Symposien, Kurse, Diskussionen rund um die Fotografie in nahezu all ihren Facetten.

Themenschwerpunkte sind unter anderem das „magische Jahr“ 1968, die Amerika-Fotos von Robert Frank, die mittlerweile traditionelle Fotobuchschau und das jährliche Festival der Aktfotografie.

Wie immer gibt es bei den Videos  Einschränkungen: Ärgerlicherweise ignorieren Fotobegeisterte im deutschen Sprachraum dieses Ereignis immer noch, und da Französisch mittlerweile eine Minderheitensprache geworden ist, erschließen sich viele interessante Videobeiträge nur einem sehr begrenzten Kreis. Auch dieses Jahr habe ich daher ein „selbsterklärendes“ Video auswählen müssen, das natürlich nur einen klitzekleinen Einblick gestattet. Vielleicht werde ich bis Ende September doch noch fündig?

 

Die geglückte Visualisierung der österreichischen Geschichte im Mumok

Die Ausstellung Photo/Politics/Austria im Wiener MUMOK ist ein bemerkenswerter pointierter Beitrag zum oft strapazierten „Gedenkjahr“ 2018.

100 Jahre Republik – das kann gefährlich werden. Dann beispielsweise, wenn man eine Art republikanischen Urknall erfindet, der die Geschichte des neuen Staates von der imperialen Vergangenheit des Vielvölkerstates der Habsburger loslöst. Oder wenn man ignoriert, dass sich bis weit in die Gegenwart hinauf relevante Fraktionen der herrschenden Klasse niemals mit der republikanischen Idee anfreunden konnten.

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Videosonntag: Fotografieren auf dem Mond

WeeklyImogen ist ein höchst sympathischer englischer Fotokanal auf youtube.  Neben praktischen Anregungen gibt es immer wieder amüsant aufbereitete Beiträge zur Fotogeschichte oder Bildkritiken.

Hier ein etwas älterer Beitrag, der sich mit dem „Fotografieren auf dem Mond“ beschäftigt. 1969 hatten die Astronauten der Apollo 11 zwei Hasselblad-Kameras mit – Neil Armstrong machte damit seine berühmten Fotos von Buzz Aldrin, der vor der amerikanischen Flagge herumhüpfte, oder den Fußstapfen im Mondsand. Die Kameras blieben oben, die Filme kamen mit. Was das für Kameras waren und welche Bedeutung die Fotos über das „Nostalgische“ hinaus hatten, erklärt Imogen in ihrer unverwechselbar quirligen Art.

Da fällt ein Haus … (2) Heute: Flossgasse 14, 1020, Wien Leopoldstadt

Im 2. Wiener Gemeindebezirk wurde mit Brachialgewalt ein Bauwerk des Architekten Oskar Marmorek (1863-1909) abgerissen. Zumindest begannen die Abreissarbeiten, die nach einer Polizeiintervention auf Grund von Anrainerbeschwerden eingestellt wurden.

Das 1907 errichtete Bauwerk beherbergte früher eine Mikwe, ein rituelles jüdisches Tauchbad.

Demolierter Marmorek-Bau in der Flossgasse 14
Flossgasse 14

Vorstellungsvorschau: Photo/Politics/Austria

Im Wiener Museum moderner Kunst Mumok gibt es zur Zeit eine Ausstellung an der Schnittstelle zwischen allgemeiner Geschichte und Mediengeschichte: Phiti/Politics/Austria.

Auf der Homepage des mumok findet sich eine kurze Darstellung des Projekts und ein Videointerview mit einer der Kuratorinnen, Einen ausführlichen Bericht wird es geben, nachdem ich die Ausstellung besucht haben werde!

https://www.mumok.at/de/node/30968

 

Buchtipp: Vom Großen und Ganzen und seinen Details

Der Hirmer-Verlag hat mit dem vorbildlich gestalteten Band „Sigrid Neubert –  Architekturfotografie der Nachkriegsmoderne“ der bedeutenden, 1927 in Tübingen geborenen Fotografin anlässlich der Retrospektive im
Museum für Fotografie in Berlin weit mehr als einen Ausstellungskatalog gewidmet.
Der Architekt und Lehrbeauftragte (unter anderem an der Humboldt-Universität Berlin) Frank Seehausen hat 60 Projekte ausgewählt, die Sigrid Neubert fotografisch dokumentiert hat. Neubert begann ihre fotografische Karriere 1954 mit Auftragsarbeiten für die Keramik- und Glasindustrie. „Buchtipp: Vom Großen und Ganzen und seinen Details“ weiterlesen

Videosonntag: Den Influencern auf der Spur

Es klingt wie Grippe: Influencer. Früher als „Schleichwerbung“ verpönt, ist heute „influencen“ – das Leben von Product Placement und Fotos oder Videos davon auf Instagram oder Youtube  – für manche junge Menschen ein Wunschberuf. Das freie Jungjournalistenteam von Y-Kollektiv schaut hinter die Kulissen.