Paris fotografieren

Im Rathaus von Paris ist zur Zeit eine bemerkenswerte Ausstellung zu sehen, in der 16 Fotografinnen und Fotografen neue Blicke auf die Seinetropole werfen.

Es sind Fotos von hauptsächlich jüngeren Menschen, die teilweise aus Paris stammen, teilweise zugezogen sind, oder „nur“ ein Fotoprojekt durchziehen wollten. Entsprechend vielfältig sind die Eindrücke, die in der Ausstellung vermittelt werden.

Kurz zum Schauplatz: Das Rathaus (übrigens in dieser Form erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts im Neorenaissancestil errichtet) ist mit der Metro bequem erreichbar, und es ist erfreulich, dass eine Ausstellung in einem derartigen historischen Ambiente bei freiem Eintritt zu besichtigen ist. Wie bei nahezu allen größeren Ausstellungen bzw. an frequentierten Plätzen muss man sich einer peniblen Taschen- und Leibesvisitation unterziehen. Es empfiehlt sich daher, ohne allzu kleinteilige Fotoausrüstung unterwegs zu sein – ich habe gestaunt, was ich so alles in meinem Fotorucksack hatte ;-).

Schwer zu sagen, welche Fotos mir am besten gefallen haben. Sehr berührend fand ich die Fotos von Quentin De Briey (der zwischen Barcelona, New York und Paris pendelt) und Porträts von Menschen in Alltagssituationen macht. Oder die Bilder von Lucile Boiron, die seit 2016 die Flüchtlingszeltstädte in Paris aufsucht und das Leben der Menschen dort im Projekt „Young Adventurers Chasing the Horizon“ dokumentiert.

Durchaus inspirierend auch die abstrakten Fotos des Deutschen Peter Tillessen. Hängengeblieben bin ich beim Porträt von Elsa aus der Serie „Belleville“ von Thomas Boivin.

Wohlgemerkt – alle Fotos sind bemerkenswert, ich kann  hier aber nur ein sehr subjektives „Best of“ bieten. Und hier geht es zu den Fotos:

https://photos.app.goo.gl/EHeVA6jAX7GNnbRQ7

Videosonntag (am Montag): Photo London 2018

Ja, ich weiß, heute ist Montag. Da nun aber der “Videosonntag” fast schon eine Institution ist, ersuche ich um Gnade dafür, dass ich einmal um einen Tag überzogen habe. Pfingsten ist schuld, der Freizeitschock – so viele freie Tage nacheinander ;-)…

Wie schon in einem anderen Blogbeitrag angekündigt, heute mehr über die Photo London. Viel Spaß!

Ausstellungstipp: Robert Vano im Tschechischen Zentrum / Ekspozicia konsilo: Roberto Vano en la ĉeĥa centro

Wie schon einmal erwähnt gibt es zur Zeit im Tschechischen Zentrum in Wien eine Robert-Vano-Retrospektive. Bis zum 1. Juni kann man die liebevoll gestaltete Ausstellung besuchen. Hier ein kleiner „Einblick“:

Kiel jam menciis, nuntempe estas Roberto Vano retrospektivo en la ĉeĥa centro en Vieno. Ĝis la 1-a de junio vi povas viziti la amike desegnitan ekspozicion. Jen iom da „enrigardo“:

Ausstellungsbericht: The Polaroid Project in der Galerie Westlicht

Bis vor kurzem war für mich Polaroid eine bloße Erinnerung an meine Jugendzeit in den frühen 70ern. Damals war es irgendwie hipp, bei Partys oder auf Schulausflügen Sofortbilder zu schießen, die in erster Linie peinlich waren. Meist nicht sonderlich scharf, in seltsam verwaschenen Farben, aber auf jeden Fall schräge Erinnerungen an Augenblicke, die uns damals denkwürdig erschienen. Natürlich war Polaroid etwas für Angeber. Die Kameras waren gar nicht so teuer, aber die Filme…

Es war uns damals nicht gewusst, das hinter den Juxkameras ein aufregender Entwicklungsprozess stand, der 1933 begann, als der Physiker Edwin Herbert Land Polarisationsfolien entwickelte, die es ermöglichsten, in unglaublich kurzer Zeit entwickelte Papierbilder vor sich zu haben. „Ausstellungsbericht: The Polaroid Project in der Galerie Westlicht“ weiterlesen

Neu: Veranstaltungstipps

Was ist los an Ausstellungen in Wien? Ich werde in loser, aber regelmäßiger Form, Tipps und Informationen zu laufenden Ausstellungen veröffentlichen. Ein Teil der Daten stammt von diversen Eventportalen, andere Locations und Angaben sind selbst recherchiert. Einfach in das Bild klicken und die Auswahl als PDF downloaden!

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