Die Pause ist vorbei

Südwest-Friedhof, Wien

Regelmäßige Besucherinnen und Besucher von complexityinaframe haben in den vergangenen Wochen teilweise besorgt nachgefragt: „Warum gibt es keine neuen Beiträge?“

Dafür sind mehrere Gründe ausschlaggebend gewesen:

  • Der COVID-Lockdown und seine Folgen haben dazu geführt, dass sich mein Arbeitsaufwand merklich erhöht hat. Das hat auch zur Folge gehabt, dass ich mich weniger mit Fotografie und Fototheorie beschäftigen konnte;
  • dazu kamen diverse Wehwehchen, die mich teilweise lahmgelegt haben – jetzt aber starte ich hoffentlich wieder voll durch.
  • Als „praktischen Ausgleich“ habe ich meine Instagram-Präsenz etwas hochgefahren – Link gibt es ja dazu im Menu.

Was ist geplant?

Ich arbeite „im Hintergrund“ seit einiger Zeit an einem längeren Text zum Thema Naturfotografie, den ich vermutlich in mehrere Teile untergliedern muss, weil er recht lang ausfällt (zweite Option wäre eine PDF-Version zum Downloaden).

Keine Sorge, ich werde mit euch nicht durch Wald und Flur schleichen, da gibt es viel kompetentere Fotograf*innen als mich, ihr findet dazu auch wirklich tolle Videos auf Youtube.

Mir geht es – im Zusammenhang mit meiner Beschäftigung mit Arbeiterfotografie – um den politisch-dokumentarischen Kontext. Zu Beginn der Arbeiterfotografiebewegung in den 20er Jahren gab es in Deutschland ein ziemliches Naserümpfen über Naturfotografie. Sie wurde als „Courths-Mahler„-Fotografie abgetan.

Dazu gab es bald eine Debatte, in der unter anderem auf ein heute brennendes Thema verwiesen wurde: Naturzerstörung durch die kapitalistische Produktionsweise und die Möglichkeit, diese nicht nur zu dokumentieren, sondern auch den Naturwissenschaften zuzuarbeiten und ein Bewusstsein für diese ökologischen Veränderungen zu schaffen.

Entkrampfter war die Situation in Österreich, wo die Naturfreundebewegung mit ihren Fotosektionen einen anderen Zugang gefunden hatte und die fotografische Aufarbeitung von „Arbeiterfreizeit“ in der Natur im Rahmen eines breiteren Konzepts der Arbeiterkulturbewegung einbettete.

Mein Ausgangspunkt wird dabei recht orthodox und durch einen Jahrestag geprägt sein – den 200. Geburtstag von Friedrich Engels im November, der unerhört aktuelle Gedanken über das Verhältnis Natur – Mensch – Produktivkräfte hatte. Unter diesem Blickwinkel möchte ich dann den Bogen über die Diskussionen der 20er Jahre bis herauf zur aktuellen Situation schlagen.

Anregungen und Ideen dazu freuen mich schon vorab, als Beitrag zu meinem „work in progress“.

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