Videosonntag: Der Medienwissenschaftler Jens Ruchatz über die „Handyfotografie“

Der Medienwissenschaftler Jens Ruchatz (Universität Marburg) hat sich seit längerer Zeit mit „Handyfotografie“ beschäftigt. In diesem Vortrag geht es um einen höchst spannenden Gesamtüberblick, wobei ich Ruchatz These, dass es in der Fotografie in Wahrheit keine „Genres“ gibt, interessant finde. Natürlich geht’s um das „Selfy“ genauso wie um die zahlreiche im Netz kursierenden Fotos mehr oder minder appetitlich anzusehender Speisen ;-).Viel Spaß!

Videosonntag: Diane Arbus

Zur Zeit ist in der Wiener Galerie Westlicht eine Ausstellung von Werker dreier bedeutender Porträtfotografinnen zu sehen: Lisette Model, Nan Goldin und Diane Arbus.

Arbus, eine Schülerin der gebürtigen Wienerin Model, hat vor allem durch ihre Porträts von Menschen, die sie selbst als „freaks“ bezeichnete, immer wieder Kontroversen ausgelöst. Was waren ihre Beweggründe für diese seltsamen und mitunter beunruhigenden Fotos?

Die folgende Dokumentation (in englischer Sprache) entstand kurz nach dem Selbstmord der Fotografin im Jahr 1972. Wie immer können gegebenenfalls englische Utertitel zum besseren Verständnis eingeblendet werden.

Statt eines Videosonntags: Rückblick auf die Photo + Adventure 2019

Am 24. und 25. November fand auf dem Gelände der Wiener Messe, genauer: im Messebereich Halle B, die 12. Photo + Adventure Messe statt.

Zunächst – die Organisation war für mich aus Besuchersicht großartig. Obwohl es teilweise großen Andrang an den Kassen und bei den Informationsständen im Eingangsbereich gab, waren die Wartezeiten kurz und das eingesetzte Personal freundlich und kompetent. „Statt eines Videosonntags: Rückblick auf die Photo + Adventure 2019“ weiterlesen

Videosonntag: Lisette Model

Ab 5. Dezember zeigt die Westlicht-Galerie in Wien eine Werkschau dreier großer Fotografinnen: Lisette Model (1901-83), Diane Arbus (1923-71) und Nan Goldin (*1953).

Die in Wien geborene Lisette Model hat einen sehr eigenwilligen Porträtstil entwickelt, viele ihrer Bilder sind moderne Ikonen geworden. Hier ein kleines Video anlässlich einer Ausstellung im Jeu de Paume in Paris. Übrigens: Der im Film erwähnte Komponist war natürlich Hanns Eisler :-)!

Videosonntag: JR und wie er die Welt beklebt

Im Eropäischen Haus der Fotografie in Paris (Maison Européenne de la Photographie) wird zur Zeit eine große JR-Ausstellung gezeigt. Der junge Fotokünstler, oder besser: Fotoaktivist  hat seine Laufbahn mit 15 als Graffitimaler begonnen. Kein Dach, keine Wand, keine Metro war vor ihm sicher, sein Tag „JR“ prangte über der Stadt. Bis er auf einem Bahnhof eine Kamera fand und begann, seine Freundinnen und Freunde bei der Arbeit zu fotografieren, Der nächste Schritt war bedeutsam: Er vergrößerte mittels Fotokopiergeräten seine Schwarz-Weißfotos und klebte sie an die Wände. Die Hausmauern wurden seine Galerie. Dann entwickelte sich die Idee weiter, und heute ist JR mit seinen teilweise „gigantischen“ Aktionen einer, der Ungleichheit sichtbar macht – von den Favelas in Brasilien über Dörfer in Afrika bis in die indischen Armenviertel.

Der folgende Vortrag von JR ist auf Englisch – lasst euch nicht abschrecken, wenn ihr euch sprachlich nicht fit genug fühlt! Die Foto- und Videoeinspielungen machen JR und sein Werk verständlich. Seht und staunt!

Paris fotografieren

Im Rathaus von Paris ist zur Zeit eine bemerkenswerte Ausstellung zu sehen, in der 16 Fotografinnen und Fotografen neue Blicke auf die Seinetropole werfen.

Es sind Fotos von hauptsächlich jüngeren Menschen, die teilweise aus Paris stammen, teilweise zugezogen sind, oder „nur“ ein Fotoprojekt durchziehen wollten. Entsprechend vielfältig sind die Eindrücke, die in der Ausstellung vermittelt werden.

Kurz zum Schauplatz: Das Rathaus (übrigens in dieser Form erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts im Neorenaissancestil errichtet) ist mit der Metro bequem erreichbar, und es ist erfreulich, dass eine Ausstellung in einem derartigen historischen Ambiente bei freiem Eintritt zu besichtigen ist. Wie bei nahezu allen größeren Ausstellungen bzw. an frequentierten Plätzen muss man sich einer peniblen Taschen- und Leibesvisitation unterziehen. Es empfiehlt sich daher, ohne allzu kleinteilige Fotoausrüstung unterwegs zu sein – ich habe gestaunt, was ich so alles in meinem Fotorucksack hatte ;-).

Schwer zu sagen, welche Fotos mir am besten gefallen haben. Sehr berührend fand ich die Fotos von Quentin De Briey (der zwischen Barcelona, New York und Paris pendelt) und Porträts von Menschen in Alltagssituationen macht. Oder die Bilder von Lucile Boiron, die seit 2016 die Flüchtlingszeltstädte in Paris aufsucht und das Leben der Menschen dort im Projekt „Young Adventurers Chasing the Horizon“ dokumentiert.

Durchaus inspirierend auch die abstrakten Fotos des Deutschen Peter Tillessen. Hängengeblieben bin ich beim Porträt von Elsa aus der Serie „Belleville“ von Thomas Boivin.

Wohlgemerkt – alle Fotos sind bemerkenswert, ich kann  hier aber nur ein sehr subjektives „Best of“ bieten. Und hier geht es zu den Fotos:

https://photos.app.goo.gl/EHeVA6jAX7GNnbRQ7