Graffiti und Murales in Valencia (2)

Wie erwähnt, gibt es sehr künstlerische Wandmalereien in Valencia. Hier eine, die zum Nachdenken zwingt. Warum ziehen die Schnecken das Pferd einen Berg hinauf? Bockt das Pferd oder scharrt es freudig mit den Hufen?

Spezialisten für Ikonographie werden herzlich gebeten, ihre Interpretation in den Kommentaren zu veröffentlichen :-).

Graffiti und murales in Valencia (1)

In Valencia finden sich unerhört vielfältige Graffiti und Wandmalereien (murales). Sie sind künstlerisch, agitatorisch, witzig, provokant – so wie die Aktivistinnen und Aktivisten, die sie an die Wände sprühen oder pinseln. Hier als erstes Beispiel einer künstlerisch-politischen Wandmalerei ein Sujet, das im Spanischen Staat einen Nerv trifft: Die starke, kämpferische Frau.

Die Arbeitslosenquote bei erwachsenen Frauen liegt mit 17,1 % (2018) rund 3 % höher als jene der Männer. Die allgemeine Prekarisierung, also Lohnarbeit ohne soziale Absicherung oder Vertrag, trifft die Frauen besonders. Dazu gesellt sich im Alltagsleben der nach wie vor stark ausgeprägte Machismo und der nach wie vor starke reaktionäre Einfluss der katholischen Kirche in Fragen der Empfängnisverhütung und der Stellung der Frau in der Gesellschaft.

Kein Wunder, dass es im vergangenen Jahr in Spanien am Internationalen Frauentag (8. März) Massendemonstrationen und einen Frauenstreik gegeben hat, der von zahlreichen Gewerkschaften und politischen Parteien mit Bezug auf die Arbeiter- und Arbeiterinnenbewegung unterstützt wurde. Gefordert wurden unter anderem gleicher Lohn für gleiche Arbeit und allgemeine sozialpolitische Reformen wie eine deutliche Arbeitszeitverkürzung und Verteilung der Arbeit auf alle.

Videosonntag: Dennis Morris

Der US-Amerikaner Dennis Morris ist der Fotograf der Punk- und Reggeaszene. Im folgenden Video beschreibt er seinen Weg zur Fotografie – vom magischen Moment des Entstehens eines Fotos in der Dunkelkammer zur Begegnung mit Bob Marley, den Doors und des Sex Pistols. Einmal was anderes…

Rätsel

So, meine Lieben – heute gibt es einmal was zu gewinnen: Ihr habt eine Woche Zeit zu erraten (oder zu wissen), wo dieses Foto aufgenommen wurde. Unter denen, die in den Kommentaren die richtige Antwort posten, verlose ich eine formschöne dunkelblaue Basecap mit complexityinaframe-Stickerei.

Videosonntag: Wie man eine Demonstration dokumentiert

Der irische Fotograf Sean Allen (Belfast) hat neben Street Photography einen Schwerpunkt auf die Dokumentation von sozialen Protesten gelegt. Hier ein Video, indem er zeigt, wie genau durchdacht die Fotodokumentation einer Demonstration (hier für Gesundheitsversorgung und Patientenrechte) sein muss. Wer Probleme mit dem irischen Akzent hat – einfach die automatisch generierten Untertitel zum Mitlesen aktivieren.

Ich habe dieses Video ausgewählt, weil es ein bisschen das Bewusstsein dafür schärfen hilft, wie sehr wir Teil einer bewegten Sozialgeschichte sind und was wir zu deren Dokumentation beitragen können.

Ein Brunnen – und das neue Darktable

Brunnen im Kunsthaus Wien

Im Foyer des Kunsthauses Wien gibt es diesen recht spektakulären Brunnen. Ich habe mich ein bisschen herumgespielt, um durch unterschiedliche Belichtungszeiten das fließende Wasser auf verschiedene Weise aufzunehmen.

Für alle, die es genau wissen wollen, hier die wichtigsten Exif-Daten: Blende 5, Belichtungszeit 1/10, ISO 500, Brennweite 32 mm, Fokusentfernung 1,89 Meter.

Nachbearbeitet habe ich das Bild mit der neuesten Version von Darktable .

Seit dem 24. Dezember 2019 gibt es Darktable 3.0.0 mit einer Fülle neuer Funktionen. Folgt doch einfach dem Link oben und schaut euch an , was dieser Open-Source-RAW-Developer und Converter alles kann :-). Ein schönes Beispiel, was die „Schwarmintelligenz“ der Linux-Fotografen-Community zusammenbringt. Und nicht vergessen: Darktable ist uneingeschränkt gratis nutzbar …

Imitate

Auslagenpuppen

Leider bin ich berufsbedingt in den Wochen vor Weihnachten nie imstande, irgendetwas „nebenberufliches“ ernsthaft anzugehen. Daher konnte ich kaum fotografieren oder Ausstellungen besuchen. Heute ist es mir nicht einmal gelungen, ein spannendes Video für den „Videosonntag“ ausfindig zu machen. Sorry 🙁

Wer in mein Portfolio schaut, wird sehen, dass ich ein Langzeitprojekt verfolge: Porträts von Auslagenpuppen. Hängt natürlich ein bisschen mit Walter Benjamins „Passagenwerk“ zusammen, liegt aber für mich auch an der Faszination, welche Vielfalt man entdecken kann, wenn man durch die Einkaufsstraßen flaniert. Mal sehen – wird vielleicht einmal ein Buch …