Und wieder ein paar Neuerungen auf dieser Website!

Tja, ein paar ruhige Stunden dann und wann verlocken natürlich dazu, den Website wieder einmal abzustauben und zu polieren und darüber zu grübeln: Was könnte ich denn noch alles ausprobieren, um die Besucher noch mehr zu verwirren?

Am besten geeignet sind dazu immer neue Menupunkte, im Idealfall sollte eine Homepage ja fast nur aus Menubuttons, eingebetteter Werbung, die einem gnadenlos Techno in die Ohren dröhnt, sowie herumflashenden Popups bestehen. So weit wollte ich diesmal (noch) nicht gehen und habe mich um kleine, bescheidene Verbesserungen bemüht.

Der neue Menupunkt heißt „Termine/Ausstellungen/Events“ und entspringt meinem eigenen Bedürfnis nach Bequemlichkeit.

Immer wieder will ich gemeinsam mit Freunden und Bekannten Ausstellungen besuchen, und dann fällt mir just nicht ein, was wann wo zu sehen ist. Dann wird der geschwätzige Herr Google befragt, und wenn der wegen schwacher Internetvebindung nicht gut drauf ist, steht man ratlos da. Jetzt aber… jetzt aber genügt ein Klick, und alle Ausstellungen, die mir irgendwie im Großraum Wien interessant erschienen sind, tauchen am Schirm auf (gehöriges Lob in der Kommentarzeile wird gerne entgegengenommen).

Und, unauffällig aber doch, habe ich die wechselnden Fotos im Kopf der Seite ausgewechselt. Man muss ja schauen, dass immer neue Bewegung ins Leben kommt :-).

Videomontag: Noch einmal nach Arles!

Liebe Besucherinnen und Besucher von complexityinaframe, heute muss ich mich entschuldigen. Durch eine Reihe notwendiger anderer Arbeiten, gekoppelt mit einem etwas „lahmen“ Internet, konnte ich gestern das sonntägliche Video nicht hochladen.

Machen wir also aus dem Videosonntag ausnahmsweise einen Videomontag. Und wie immer (wegen der Sprachprobleme) mit etwas „Bauchweh“ ein kleines Video, das einen Einblick in das wunderbar brodelnde Leben im südfranzösischen Arles während des traditionellen Fotofestivals gibt. Die Bilder sprechen für sich, und Französisch ist doch eine schöne Sprache, auch wenn man sind nicht versteht, oder?

Brutalismus – hat das was mit Simmering gegen Kapfenberg zu tun?

Beim Wort „Brutalismus“ denken sicher viele Leserinnen und Leser, die ein bisschen mit dem klassischen Wiener Kabarett vertraut sind, an den berühmten und schon fast sprichwörtlichen Satz: „Simmering gegen Kapfenberg – das ist Brutalität!“.

Der Brutalismus, den wir im Wiener Architekturzentrum im Museumsquartier kennenlernen konnten, hat damit so gut wie nichts zu tun. Auf der verlinkten Seite könnt ihr alles viel besser nachlesen, als ich es laienhaft erklären kann.

Ich möchte mich auf ein paar persönliche Bemerkungen zur Ausstellung beschränken. Zunächst habe ich erst im Zusammenhang mit der (späten) Entdeckung der Fotografie als Hobby fast zwangsläufig ein gewisses Interesse an Architektur entwickelt. Man kann ja schwer Bauwerke oder städtische Szenen fotografieren, ohne sich darüber klar zu werden, was man da eigentlich fotografiert. Oder was einen da gerade so an einem Gebäude fasziniert, dass man den Auslöser drückt. Natürlich – es gibt manchmal auch diesen extrem künstlerischen Zugang, der das „Malen mit Licht“ in den Fokus rückt (den habe ich aber sehr selten). Ich gehöre wohl in den meisten Fällen zu den primitiven „Abbild“-Fotografen und stehe auch dazu.

Wenn man also das Objekt der fotografischen Begierde ins Zentrum rückt, will man mehr darüber wissen – und da sind war dann an dem Punkt, wo neben der wachsenden Ecke mit Fotoliteratur langsam aber sicher eine kleine Handbibliothek an Büchern zur Architektur entsteht. Der nächste Schritt sind dann Ausstellungsbesuche … und genau so war das mit dem Brutalismus und mir.

Diese Ausstellung hat mit tatsächlich neue Einsichten gebracht. Die „Betonklötze“, wie man die teilweise monumentalen Bauwerke aus Rohbeton („beton brut“, daher „Brutalismus“) bezeichnet, haben mich vor Besuch des Architekturzentrums eher abgestoßen. Die an Flaktürme gemahnenden grauen Fassaden, die Spuren der Witterung an den Wänden, die Unnahbarkeit haben meinem bisherigen Gefühl für „Ästhetik“ (über das man natürlich lang und breit diskutieren kann) heftig widerstrebt.

Aber – man sieht nur, was man weiß, und alsiich durch diese Ausstellung gegangen bin und die spannenden und wirklich verständlichen Texte der Infotafeln gelesen habe, hat sich mir dieser Baustil oder besser: diese Bauweise ganz anders erschlossen.  Mir wurde klar, wie viel Witz und Emotion in etlichen dieser Bauten steckt, wie sich Funktionalität mit einer überlegten ästhetischen Herangehensweise paaren kann.

Kindisch, aber wahr: Was mir nicht unwesentlich diesen neuen Blick eröffnet hat, waren die liebevoll gestalteten Kartonmodelle von typischen Bauten des Brutalismus. Was sich aus diesem für mich bisher wenig bemerkenswerten Material so elegant und schön im Modell darstellen lässt, kann auch im Großen nicht ganz hässlich sein, denke ich mir.

Folgt mir also anhand der folgenden Bilder durch diese Ausstellung – vielleicht kann der Funke überspringen, den ich zu beschreiben versucht habe!

 

 

Videosonntag: Walter Gropius und das Bauhaus

Dieses Mal wandere ich mit euch ein bisschen auf Abwegen – es geht an diesem Videosonntag mehr um Architektur als um Fotografie. Aber nicht ausschließlich. Denn immerhin hat die Bauhaus-Bewegung mit ihrem revolutionären Anspruch von Klarheit und Geradlinigkeit das „neue Sehen“ der Fotografinnen und Fotografen der 20er Jahre wesentlich beeinflusst. Lucia Moholy und Erich Consemüller waren herausragende Vertreter dieser Schule in Dessau. Erwähnt seien Andreas Feininger und, natürlich, Laslo Moholy-Nagy.

Nestroyspiele in Schwechat, Schloss Rothmühle

Auch heuer wieder gibt es in Schwechat bei Wien die Nestroyspiele. „Zu ebener Erde und erster Stock“ zeigt in bis heute gültiger Form die Gegensätze zwischen Arm und Reich. Bissig aktualisierte Couplets nehmen Bezug zur aktuellen politischen Lage, das Ensemble tobt sich (im besten Sinne des Wortes) beim Spielen aus.

Schlusstableau: Das gesamte Ensemble präsentiert sich dem Publikum
Szenenfoto: „Zu ebener Erde und erster Stock“. Zu ebener Erde: Florian Haslinger, Rahel Kislinger; erster Stock: Elisabeth Spiwak, Christian Leutgeb