Absolut sehenswert: Die Ausstellung „Von Innen – nach Außen | Die Bilderbrücke“ in Wien

Zahlreiche Menschen sind in der Türkei seit Jahren in politischer Gefangenschaft. Im März 2016 waren rund 187.000 Personen in Haft, wobei sich nicht klar sagen lässt, wieviele davon wegen politischer oder gewerkschaftlicher Aktivitäten oder wegen ihrem Eintreten für die Rechte des kurdischen Volkes verhaftet wurden.
Um die Gedanken und Gefühle dieser Menschen an die Öffentlichkeit zu bringen und der Außenwelt von den menschenunwürdigen Bedingungen im Gefängnis zu berichten, gründete der bekannte türkische Schriftsteller Adil Okay die Organisation „GÖRÜLMÜSTÜR“, zu Deutsch „Sichtbar werden“.

Adil Okay bei der Eröffnung

Adil Okay selbst wurde in den 70er Jahren aufgrund seiner politischen Aktivitäten verhaftet. Nach seiner Flucht, aus dem Gefängnis floh er zunächst nach Palästina und weiter nach Frankreich. Von dort aus suchte er Kontakt zu Menschenrechtsorganisationen und politischen Verbänden in Mersien (Türkei).

Über deren Netzwerke konnte Okay Kontakt mit politischen Gefangenen in der Türkei aufnehmen.

Okay fasste die Briefe und Texte der Insassen zu einem Buch zusammen und machte sie in Ausstellungen der Öffentlichkeit zugänglich.

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Schach! ŝako!

Volksstimmefest 2017: Werbung für ein Simultanschachturnier

Neben Philatelie, Fotografie und Sport gehörte das Schachspiel zu den traditionellen organisierten Freizeitvergnügungen der Arbeiterschaft. Diese Tradition ist offenbar lebendig geblieben.

Der diskrete Charme der Bourgeoisie

Zufällig am 7. Juli 2009 in Paris gesehen: Aufmarsch der Reichen und Schönen auf Einladung von Armani.

Ein Fest von und für Armani – man beachte die Herren mit den Knöpfchen im Ohr

Rezension: SUBJECTIVE OBJECTIVE – sozialdokumentarische Fotografie vom Feinsten

SUBJECTIVE OBJECTIVE

A Century of Social Photography

Bei Hirmer ist (in englischer Sprache) der Katalog zur Ausstellung “Subjective Objective” im Zimmerli Art Museum der Rutger Univerity (New Jersey) erschienen. Trotz der großartigen sozialdokumentarischen Fotografien im Umfeld der Farm Security Administration (Stichwort: Dorothea Lange, Walker Evans….)  und der New York Photo League ist es hierzulande noch nicht in’s Bewusstsein gedrungen, wie international und polyglott die amerikanische Fotoszene auch im wissenschaftlichen Bereich ist.

Ein hrerlicher Ausstellungskatalog

Die Ausstellung im Zimmerli Art Museum zeigt, wie tiefgehend an manchen amerikanischen Einrichtungen die Beschäftigung mit dem Thema Fotografie geht. Bereits die kurze Einleitung von Donna Gustafson und  Andrés Mario Zervigón zeigt, dass hier nicht Bekanntes wiederaufbereitet wird, sondern versucht wird, einen großen Bogen in der Darstellung zu schlagen. Dass es etliche Arbeiten von  Bill Owens und einen kurzen Essay über ihn gibt mag weniger erstaunen. Der 1938 geborene Fotograf hat in den 70er Jahren mit seinen Schwarzweiß-Fotos im Zyklus “Suburbia” die sozialen Veränderungen in den USA brillant dokumentiert – den amerikanischen Traum vom Einfamilienhaus mit Auto davor zu eher kargen Stadträndern und Vororten mit Tendenz zur Verarmung. „Rezension: SUBJECTIVE OBJECTIVE – sozialdokumentarische Fotografie vom Feinsten“ weiterlesen

Videosonntag: Tina Modotti (1896 – 1942)

Tina Modotti, eigentlich Assunta Adelaide Luigia Modotti Mondini, hat mit ihren sozialdokumentarischen Fotos aus Mexiko und Spanien Fotogeschichte geschrieben. Ihr Leben und Werk sollte stärker beachtet werden. Dazu ein Video aus der exzellenten Serie „The Art of Photography“ von Ted Forbes: