Ein dunkles Kapitel der amerikanischen Zeitgeschichte im International Center of Photography in New York

„Dann kamen sie, um mich zu holen: die Inhaftierung von japanischen Amerikanern während des Zweiten Weltkriegs“ („Then They Came for Me: Incarceration of Japanese Americans during World War II“) im International Center of Photography untersucht eine dunkle Episode der US-Geschichte:  im Namen der „nationalen Sicherheit“ wurden nach dem Angriff der japanischen Luftwaffe auf den US-Flottenstützpunkt Pearl Harbor am 7. Dezember 1941  120.000 rechtmäßige Bürger der Vereinigten Staaten ohne richterliche Verurteilung oder Rücksicht auf verfassungsmäßige Bestimmungen eingekerkert und/oder zwangsumgesiedelt, bloß, weil sie japanischer Abstammung waren.

Korporal Jimmy Shohara (US-Army), dessen Eltern im Internierungslager Manzanara festgehalten wurden. Die Brustspangen wurden für ausgezeichnetes Verhalten und besondere Leistungen im Pistolenschießen verliehen. Foto: Ansel Adams

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Videosonntag: Der erstaunliche Joel Meyerowitz

Joel Meyerowitz (geboren 1938 in der New Yorker Bronx) hat die Streetphotography auf eine ganz spezielle Weise revolutioniert. Er war der Erste, der ein Genre, das man immer nur „monochrom“ gedacht hatte, „kolorierte“.  Mit anderen Worten – er hat dem Farbfoto zu seinem (künstlerischen) Recht verholfen.

Im Laurence King Verlag ist nun eine große Meyerowitz-Biographie von Colin Westerbeck erschienen: „Where I find myself“. Das prächtige Werk ist zum Preis von 54,– im Buchhandel (daher auch in unserem Literaturbuffet) erhältlich.

Im folgenden ein kurzer Beitrag von BBC über eine Meyerowitz-Ausstellung in London im vergangenen Jahr. Enjoy!

Ein Bild, das Geschichte machte, aufgenommen am 1. Februar 1968

Es ist der 1. Februar 1968, Saigon. Seit zwei Tagen wird auch in der Hauptstadt Südvietnams gekämpft. Einheiten der FLN (Nationale Befreiungsfront aka Vietcong) haben mit der Tet-Offensive zum Sturm auf das mit den USA verbündete Regime des Präsidenten Nguyễn Văn Thiệu angesetzt.

Eddie Adams, Fotograf für Associated Press, ist gemeinsam mit dem NBC-Kameramann Vo Su unterwegs in den Stadtteil Cholon, wo heftig gekämpft wurde. Als die beiden Reporter ankommen, haben südvietnamesische Truppen offenbar die Kontrolle über den Stadtteil errungen. Am Ende einer Straße sehen sie eine Gruppe Soldaten die einen Mann eskortieren – er ist barfuß, trägt Shorts und ein kariertes Hemd, die Hände scheinen am Rücken gefesselt zu sein. Eddie Adams sagt später: „Wenn man als Fotograf einen Gefangenen sieht, schaut man, dass man ihn solange begleitet, bis er weggebracht wird. Ein Gefangener ist ein Foto„. 

Eddie Adams, 1969

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Videosonntag: Arbeiter in einer Goldmine in Zentralafrika

Achtung: Die Sprache dieses Videos ist französisch, ohne Übersetzung!

Kurze Hintergrundinfomation: Das französische Fotomagazin POLKA hat eine Rubrik unter dem Titel: „Jedes Foto hat seine Geschichte“. Dazu gibt es auf dem Youtube-Kanal des Magazins auch eine extrem interessante Videoserie.

Ich habe den Beitrag von William Daniels aus dem April vorigen Jahres (2017) sehr beeindruckend gefunden. Die Zusammenfassung des von ihm selbst gesprochenen Textes liefere ich hier nach, wenn jemand mehr oder gar exakt übersetzen will, ist er/sie herzlich dazu eingeladen:

Daniels besuchte diese größte Goldmine Zentralfrikas, die unter der Kontrolle eines Kriegsherren steht und dokumentierte das Leben der Arbeiter, die ohne Lohn Gold abbauen. Finden sie eine Ader, bekommen sie ein bisschen was vom Goldfund davon zugeteilt, kaufen sich dann meistens neue Stiefel, feiern zweitägige Feste mit Prostituierten, essen und trinken – und dann geht es zurück auf den Berg.

Die Arbeit ist extrem gefährlich, immer wieder kommt es zu Bergrutschen, kurz bevor Daniels seine Reportage machte, starben 27 Bergleute bei einem wetterbedingten Unfall.

Paris-Photo/aperture foundation Photobooks Award für Mathieu Asselins Monsanto-Dokumentation

Ich habe auf complexityinaframe bereits einige Male über die Fotoausstellung „Paris Photo“ berichtet. Bisher bin ich aber nicht auf die alljährliche Verleihung der Fotobuch-Preise eingegangen. 2017 wurde der erste Preis für das Fotobuch “Monsanto: A photographic investigation” von Mathieu Asselin, erschienen im Kettler Verlag, vergeben.

Über fünf Jahre hat der venezolanisch- französische Fotograf an dieser Dokumentation gearbeitet. Er hat unter anderem in den USA und in Vietnam Fotos gemacht. Entstanden ist eine investigative Fotodokumentation über einen der umstrittensten Konzerne der Welt, der wegen einer Reihe von Skandalen immer wieder in der internationalen Presse Schlagzeilen gemacht hat. Bei uns denken die meisten Menschen im Zusammenhang mit Monsanto an genmanipuliertes Saatgut oder, allgemeiner, an den Versuch, Patente auf Pflanzen durchzusetzen. Monsanto war aber in eine ganze Reihe anderer Skandaln verwickelt. Dioxin in der Kühlflüssigkeit PCB gehören ebenso zur Konzerngeschichte wie die Herstellung des berüchtigten Entlaubungsgiftes Agent Orange, das von der amerikanischen Armee im Vietnamkrieg eingesetzt wurde. „Paris-Photo/aperture foundation Photobooks Award für Mathieu Asselins Monsanto-Dokumentation“ weiterlesen

Man at work: Experiment mit G’Mic-Filter / Viro ĉe la laboro: eksperimento kun G’Mic filtrilo

Es war verlockend, einmal die Möglichkeiten von GIMP auszutesten. Vor allem wollte ich einmal ein bisschen mit den Filtern spielen. Keine Angst – ab sofort kommen nicht nur wilde Bildbearbeitungen!

Ĝi estis tenta provi la kapablecojn de GIMP. Antaŭ ĉio, mi volis unufoje ludi iomete kun la filtriloj . Ne maltrankviliĝu – de nun, ne nur aperos sovaĝaj bildaj redaktoj!