Zeitschriftenschau: Photonews 2/18

Wie ihr euch unschwer ausmalen könnt, lese ich natürlich auch einige Fotozeitschriften mehr oder minder regelmäßig. Es gibt ja auch im deutschsprachigen Raum eine ganze Menge einschlägiger Magazine. Zugegebenermaßen reizen mich die bunten Hochglanzzeitschriften, in denen in erster Linie neue Kameras oder sonstiges Zubehör beschrieben oder miteinander verglichen wird, weniger. Natürlich möchte ich auf dem Laufenden bleiben, was technische Innovation betrifft. Mehr interessieren mich aber Beiträge über „Fotografie“ im abstrakteren Sinn – über Ausstellungen, Stile, Kontroversen, Fototheorie, den Kunstmarkt. „Zeitschriftenschau: Photonews 2/18“ weiterlesen

Videosonntag: Calvin Hollywood über Fotocommunities

Calvin Hollywood ist für einen Ösi am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig. Der 1976 in Heidelberg geborene „Quereinsteiger“ (er begann 2005 mit der Fotografie und ist heute nicht nur international bekannter Fotograf, sondern auch Trainer für Bildbearbeitung) hat eine ziemlich herbe Art, sehr auf ein rotzfreches jugendliches Publikum zugeschnitten – aber das, was er sagt, hat Hand und Fuß, ob man mit ihm übereinstimmt oder nicht. Das gilt nicht nur für das folgende Video über Fotocommunities.

Neu auf seinem Videokanal übrigens ein mehr als einstündiges Tutorial über Protraitfotografie – entgegen seiner recht provokanten Einleitung nicht nur für blutige Anfänger ;-). Aber jetzt viel Spaß beim Video über Fotocommunities!

Videosonntag: Arbeiter in einer Goldmine in Zentralafrika

Achtung: Die Sprache dieses Videos ist französisch, ohne Übersetzung!

Kurze Hintergrundinfomation: Das französische Fotomagazin POLKA hat eine Rubrik unter dem Titel: „Jedes Foto hat seine Geschichte“. Dazu gibt es auf dem Youtube-Kanal des Magazins auch eine extrem interessante Videoserie.

Ich habe den Beitrag von William Daniels aus dem April vorigen Jahres (2017) sehr beeindruckend gefunden. Die Zusammenfassung des von ihm selbst gesprochenen Textes liefere ich hier nach, wenn jemand mehr oder gar exakt übersetzen will, ist er/sie herzlich dazu eingeladen:

Daniels besuchte diese größte Goldmine Zentralfrikas, die unter der Kontrolle eines Kriegsherren steht und dokumentierte das Leben der Arbeiter, die ohne Lohn Gold abbauen. Finden sie eine Ader, bekommen sie ein bisschen was vom Goldfund davon zugeteilt, kaufen sich dann meistens neue Stiefel, feiern zweitägige Feste mit Prostituierten, essen und trinken – und dann geht es zurück auf den Berg.

Die Arbeit ist extrem gefährlich, immer wieder kommt es zu Bergrutschen, kurz bevor Daniels seine Reportage machte, starben 27 Bergleute bei einem wetterbedingten Unfall.

Paris-Photo/aperture foundation Photobooks Award für Mathieu Asselins Monsanto-Dokumentation

Ich habe auf complexityinaframe bereits einige Male über die Fotoausstellung „Paris Photo“ berichtet. Bisher bin ich aber nicht auf die alljährliche Verleihung der Fotobuch-Preise eingegangen. 2017 wurde der erste Preis für das Fotobuch “Monsanto: A photographic investigation” von Mathieu Asselin, erschienen im Kettler Verlag, vergeben.

Über fünf Jahre hat der venezolanisch- französische Fotograf an dieser Dokumentation gearbeitet. Er hat unter anderem in den USA und in Vietnam Fotos gemacht. Entstanden ist eine investigative Fotodokumentation über einen der umstrittensten Konzerne der Welt, der wegen einer Reihe von Skandalen immer wieder in der internationalen Presse Schlagzeilen gemacht hat. Bei uns denken die meisten Menschen im Zusammenhang mit Monsanto an genmanipuliertes Saatgut oder, allgemeiner, an den Versuch, Patente auf Pflanzen durchzusetzen. Monsanto war aber in eine ganze Reihe anderer Skandaln verwickelt. Dioxin in der Kühlflüssigkeit PCB gehören ebenso zur Konzerngeschichte wie die Herstellung des berüchtigten Entlaubungsgiftes Agent Orange, das von der amerikanischen Armee im Vietnamkrieg eingesetzt wurde. „Paris-Photo/aperture foundation Photobooks Award für Mathieu Asselins Monsanto-Dokumentation“ weiterlesen

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Meine große Skepsis gegenüber den sogenannten sozialen Netzwerken ist hinlänglich bekannt. Wobei ich den Nutzen der meisten dieser Netzwerke keineswegs in Abrede stellen will. Ich finde es nur bedenklich, wenn Menschen animiert werden, möglichst viel von sich preis zu geben – und damit nicht nur gläserner werden, sondern gezielt manipuliert werden können.

Gerade beim Thema Fotografie ist es aber so, dass sich viel Innovatives im Netz abspielt. Dem konnte ich mich nicht verschließen und habe daher einen Instagram-Account eröffnet. Ihr findet den Link dazu oben in der Hauptmenüleiste.  Wenn ihr mir also auf Instagram folgen wollt – nur zu!