Paris-Photo/aperture foundation Photobooks Award für Mathieu Asselins Monsanto-Dokumentation

Ich habe auf complexityinaframe bereits einige Male über die Fotoausstellung „Paris Photo“ berichtet. Bisher bin ich aber nicht auf die alljährliche Verleihung der Fotobuch-Preise eingegangen. 2017 wurde der erste Preis für das Fotobuch “Monsanto: A photographic investigation” von Mathieu Asselin, erschienen im Kettler Verlag, vergeben.

Über fünf Jahre hat der venezolanisch- französische Fotograf an dieser Dokumentation gearbeitet. Er hat unter anderem in den USA und in Vietnam Fotos gemacht. Entstanden ist eine investigative Fotodokumentation über einen der umstrittensten Konzerne der Welt, der wegen einer Reihe von Skandalen immer wieder in der internationalen Presse Schlagzeilen gemacht hat. Bei uns denken die meisten Menschen im Zusammenhang mit Monsanto an genmanipuliertes Saatgut oder, allgemeiner, an den Versuch, Patente auf Pflanzen durchzusetzen. Monsanto war aber in eine ganze Reihe anderer Skandaln verwickelt. Dioxin in der Kühlflüssigkeit PCB gehören ebenso zur Konzerngeschichte wie die Herstellung des berüchtigten Entlaubungsgiftes Agent Orange, das von der amerikanischen Armee im Vietnamkrieg eingesetzt wurde. „Paris-Photo/aperture foundation Photobooks Award für Mathieu Asselins Monsanto-Dokumentation“ weiterlesen

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Meine große Skepsis gegenüber den sogenannten sozialen Netzwerken ist hinlänglich bekannt. Wobei ich den Nutzen der meisten dieser Netzwerke keineswegs in Abrede stellen will. Ich finde es nur bedenklich, wenn Menschen animiert werden, möglichst viel von sich preis zu geben – und damit nicht nur gläserner werden, sondern gezielt manipuliert werden können.

Gerade beim Thema Fotografie ist es aber so, dass sich viel Innovatives im Netz abspielt. Dem konnte ich mich nicht verschließen und habe daher einen Instagram-Account eröffnet. Ihr findet den Link dazu oben in der Hauptmenüleiste.  Wenn ihr mir also auf Instagram folgen wollt – nur zu!

Man at work: Experiment mit G’Mic-Filter / Viro ĉe la laboro: eksperimento kun G’Mic filtrilo

Es war verlockend, einmal die Möglichkeiten von GIMP auszutesten. Vor allem wollte ich einmal ein bisschen mit den Filtern spielen. Keine Angst – ab sofort kommen nicht nur wilde Bildbearbeitungen!

Ĝi estis tenta provi la kapablecojn de GIMP. Antaŭ ĉio, mi volis unufoje ludi iomete kun la filtriloj . Ne maltrankviliĝu – de nun, ne nur aperos sovaĝaj bildaj redaktoj!

Die dunklen Seiten von Polaroid

1970 gründeten zwei afroamerikanische Angestellte von Polaroid, Ken Williams und Caroline Hunter, das Polaroid Revolutionary Workers Movement.  Sie hatten entdeckt, dass das südafrikanische Apartheid-Regime Polaroidkameras benutzte, um die Fotos für die verhassten Pässe zu machen, die alle Schwarzen bei sich tragen mussten. Als Reaktion auf den Boykottaufruf des PRWM sandte Polaroid eine Delegatzion nach Südafrika die eine Empfehlung abgab, die als „Polaroid Experiment“ Furore machte: Die Verkäufe an die Regierung, die Polizei und das Militär wurden eingestellt und die Löhne der südafrikanischen Beschäftigten erhöht sowie Trainingsprogramme eingeführt. Die Geschäftsführung verkündete diese Entscheidung in ganzseitigen Inseraten in über 20 führenden US-amerikanischen Tageszeitungen – das PRMW blieb aber hart. „Die dunklen Seiten von Polaroid“ weiterlesen

Ausstellungsbericht: The Polaroid Project in der Galerie Westlicht

Bis vor kurzem war für mich Polaroid eine bloße Erinnerung an meine Jugendzeit in den frühen 70ern. Damals war es irgendwie hipp, bei Partys oder auf Schulausflügen Sofortbilder zu schießen, die in erster Linie peinlich waren. Meist nicht sonderlich scharf, in seltsam verwaschenen Farben, aber auf jeden Fall schräge Erinnerungen an Augenblicke, die uns damals denkwürdig erschienen. Natürlich war Polaroid etwas für Angeber. Die Kameras waren gar nicht so teuer, aber die Filme…

Es war uns damals nicht gewusst, das hinter den Juxkameras ein aufregender Entwicklungsprozess stand, der 1933 begann, als der Physiker Edwin Herbert Land Polarisationsfolien entwickelte, die es ermöglichsten, in unglaublich kurzer Zeit entwickelte Papierbilder vor sich zu haben. „Ausstellungsbericht: The Polaroid Project in der Galerie Westlicht“ weiterlesen

Videosonntag: Ruediger Schestag gibt Tipps, wie man mit Kritik umgehen kann/soll.

Zu meinen abonnierten Videokanälen gehört das XLAB von Ruediger Schestag. Das war keine „Liebe auf den ersten Blick“, anfangs waren mir einige seiner Videos zu technisch und zu „professionell“, heißt: zu weit über meinem damaligen Wissensstand. Aber von Haus aus habe ich den trockenen Humor Ruediger Schestags sehr geschätzt, und der bricht auch in folgendem Video durch. Nebenbei gesagt: Seine Tipps passen auch für den Umgang mit einer bestimmten Art von Kritik abseits der Fotografie! Viel Spaß!