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Die Bilder der Commune

Kontext

Vor 150 Jahren, am 18. März 1871, ergriff die Pariser Bevölkerung die Macht. Im Gefolge des deutsch-französischen Krieges 1870/71 und dem Sturz der Herrschaft Napoleons III. implodierte im September 1870 das Kaiserreich und machte auf unspektakuläre Weise den Weg für die Republik frei. Die „Regierung der nationalen Verteidigung‟ verhandelt hinter dem Rücken der Bevölkerung mit der preußischen Regierung. In Paris wird das Kabinett bald nur noch „Regierung des nationalen Verrats‟ genannt.

Die Wahlen zur Nationalversammlung am 8. Februar 1871, nach Unterzeichung des Waffenstillstands durch Favre und Bismarck, und die Bildung der Regierung Thiers am 16. Februar werden vom Volk von Paris faktisch ignoriert. Die Werktätigen in Paris haben andere Vorstellungen, wie es weitergehen soll: es geht um die Verteidigung gegen den Feind vor den Toren der Stadt, es geht um das tägliche Brot, es geht um Arbeit, es geht um die Beseitigung der Wohnungsnot, es geht um die Republik – nicht irgendeine Republik, sondern um die soziale Republik.

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The revolution will be photographed. Paris 1871

„The revolution will not be televised“, heißt es in einem legendären Gedicht des afroamerikanischen Lyrikers und Songwriters Gil Scott-Heron aus dem Jahr 1969/70.

Revolutionen haben die Menschen immer durch ihre mächtigen Bilder gepackt – mal für, mal gegen die Revolution. Als es noch keine Fotografie gab, waren es Gemälde, die ikonisch wurden – etwa das berühmte Gemälde „Die Freiheit führt das Volk“ von Delacroix (1830).

 

Delacroix, Die Freiheit …

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