Videosonntag: 50 Jahre „Rencontres d’Arles“

Auf complexityinaframe habe ich immer wieder auf die „Rencontres d’Arles“ verwiesen. Es gibt eine Menge interessanter Videos über dieses Großereignis der internationalen Fotografie. Leider ist der Großteil davon nur auf Französisch verfügbar und ich habe derzeit nicht die Kapazität, Untertitel dazu zu liefern.

Hier also ein Beitrag im leichter zugänglichen Englisch – mit einem wirklich informativen Interview mit der griechischen Fotografin und Filmemacherin Evangelia Kranioti.

Videomontag: Noch einmal nach Arles!

Liebe Besucherinnen und Besucher von complexityinaframe, heute muss ich mich entschuldigen. Durch eine Reihe notwendiger anderer Arbeiten, gekoppelt mit einem etwas „lahmen“ Internet, konnte ich gestern das sonntägliche Video nicht hochladen.

Machen wir also aus dem Videosonntag ausnahmsweise einen Videomontag. Und wie immer (wegen der Sprachprobleme) mit etwas „Bauchweh“ ein kleines Video, das einen Einblick in das wunderbar brodelnde Leben im südfranzösischen Arles während des traditionellen Fotofestivals gibt. Die Bilder sprechen für sich, und Französisch ist doch eine schöne Sprache, auch wenn man sind nicht versteht, oder?

Videosonntag: Die „Rencontres de la photographie Arles 2018“

Und wieder ist es Sommer, und damit verwandelt sich Arles, die alte Römerstadt in der französischen Camargue,  in das Zentrum der internationalen Fotografie.  Vom 2. Juli bis zum 23. September 2018 gibt es buchstäblich Hunderte Ausstellungen, Konferenzen, Symposien, Kurse, Diskussionen rund um die Fotografie in nahezu all ihren Facetten.

Themenschwerpunkte sind unter anderem das „magische Jahr“ 1968, die Amerika-Fotos von Robert Frank, die mittlerweile traditionelle Fotobuchschau und das jährliche Festival der Aktfotografie.

Wie immer gibt es bei den Videos  Einschränkungen: Ärgerlicherweise ignorieren Fotobegeisterte im deutschen Sprachraum dieses Ereignis immer noch, und da Französisch mittlerweile eine Minderheitensprache geworden ist, erschließen sich viele interessante Videobeiträge nur einem sehr begrenzten Kreis. Auch dieses Jahr habe ich daher ein „selbsterklärendes“ Video auswählen müssen, das natürlich nur einen klitzekleinen Einblick gestattet. Vielleicht werde ich bis Ende September doch noch fündig?

 

Der erste Netcast: Die Polizeifotos vom Mai ’68 in Paris

Experimentell: Mein erster Netcast. Es gibt immer wieder Themen, die so umfangreich sind, dass ich einfach nicht die Zeit habe, sie entsprechend ausformuliert niederzuschreiben. Oder bei denen ich lieber drauflos erzählen möchte. Also die naheliegende Lösung: Ein Netcast.

Unter dem Link zum Cast auf Soundcloud findet ihr einen Link zu einigen der Fotos, um die es in dem Beitrag geht.  Feedback würde mich freuen!

https://www.rencontres-arles.com/fr/expositions/view/226/1968-quelle-histoire

Videosonntag: Das Europäische Festival der Aktfotografie 2017, Arles

Vom 5. bis 14. Mai fand in Arles das 17. Europäische Festival der Aktfotografie statt. Die Initiative zu einer eigenen europaweiten Veranstaltungsreihe über Aktfotographie wurde 2001 von Bruno Rédarès und Bernard Minier ergriffen. Arles ist ja durch die „Rencontres“ eines der großen europäischen Zentren der Fotografie. Völlig unabhängig von den „Rencontres“ kann das Festival im Schnitt 15.000 Besucher anlocken, die Ausstellungen besuchen, an Vorträgen und Diskussionen teilnehmen oder bei Workshops mitmachen.

Wurde 2016 mit China ein weitgehend unbekanntes Land vorgestellt, in dem das Genre der Aktfotografie ideologisch nicht unproblematisch gesehen wird, stand heuer Italien im Zentrum der Ausstellungen.

Im Folgenden – in Französisch – ein Überblick über das diesjährige Festival.

Aleppo: Wo Menschen leben … / Alepo: Kie homoj vivas

Im April 2017 war die südafrikanische Fotografin Katharine Cooper in Aleppo, um Fotos von den Menschen in der Stadt zu machen, die in den Schlagzeilen nur im Zusammenhang mit den Schrecken des Krieges auftaucht.  Aleppo, mon Amour, oder Le Printemps d’Alep (Der Frühling in Aleppo) nennt Cooper ihr Projekt, das die Würde, die Lebensfreude, den Mut der Kinder, Frauen und Männer dokumentiert, die durch ihr Beharrungsvermögen ihre Stadt und deren Kultur am Leben halten.

In Arles werden zur Zeit im Rahmen des Fotofestivals Rencontres de la Photographie in der Galerie Anne Clergue die Aleppo-Fotos von Katherine Copper gezeigt.

Les rencontres de la photographie Arles und die Sprachbarrieren / Les rencontres… kaj la lingvaj baroj

Zwischen 3. Juli und 24. September finden in Arles, Frankreich, die mittlerweile bereits traditionellen „Begegnungen der Fotografie“ (rencontres de la photographie) statt.  Diese unerhört anregenden und informativen Wochen werfen für mich natürlich einige Probleme auf:

Das wohl größte: Ich bin nicht dort :-(. Die harten Notwendigkeiten des Broterwerbs machen es mir leider unmöglich, überall hin zu reisen, wo es spannende Dinge gibt auf dieser Welt. Und da mich neben der Fotografie so viele andere Dinge auch interessieren, würde eine üppige „Reisepolitik“ natürlich auch am Geld scheitern.

Das zweitgrößte Problem macht mir aber auch gehörig zu schaffen: Die Sprachbarriere, die leider viele Menschen hindert, aus dem wirklich ergiebigen Online-Material aus und über Arles die wichtigsten Informationen zu extrahieren.

arles.pngBesucherinnen und Besucher meines Blogs habe ja mehrere Dinge bemerkt und in Gesprächen oder Mails (leider nicht in den Kommentaren!) angesprochen: die meisten „Sonntagsvideos“ sind auf Englisch. Auch wenn es nicht wirklich stimmt – gemeinhin wird vorausgesetzt, dass der Großteil der Menschen diese Sprache soweit versteht (von „beherrschen“ rede ich ungern), dass man sie ihnen zumuten kann. Daher leiste ich mir die Arroganz, unbekümmert englische Videos auf meinen Blog zu stellen.

Im Zusammenhang mit den „Rencontres“ in Arles haben mich nun echte Zweifel gepackt. Warum widerstrebt es mir, mit genau der gleichen Selbstverständlichkeit Videos auf Französisch zu bloggen? Klar – Französisch ist eine „Weltsprache auf dem Rückzug“, oder war es zumindest. Gerade in der Fotografie ist Französisch aus historischen Gründen eine wichtige „Leitsprache“

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Der historische Bericht des Abgeordneten Arago über die Dagierreotypie aus dem Kahr 1839 – natürlich auf Französisch
gewesen (und ist es irgendwie nach wie vor). Trotzdem habe ich Hemmungen dabei. Ich selbst hatte aus verschiedenen Gründen das Glück, relativ gut Französisch lernen zu können, aber das hat gleichzeitig ein bisschen die Angst geweckt, als überheblich zu wirken, wenn ich diese Sprache genauso selbstverständlich einfließen lasse wie Englisch.

Womit ich bei einem weiteren Punkt angelangt bin, auf den ich ebenfalls immer wieder angesprochen worden bin: Warum verwende ich als Zweitsprache bei vielen Titeln meiner Posts Esperanto als Zweitsprache?

Die Antwort ist simpel und überhaupt nicht geheimnisvoll: Mir macht es Spaß, Esperanto zu lernen und zu benutzen; und ich finde es einfach gut, wenn ich weiß, dass Menschen aus allen Teilen der Welt, sofern sie etwas Übung mit der „internationalen Sprache“ (so heißt Esperanto ja eigentlich wirklich!) haben, zumindest die Titel meiner Beiträge verstehen. Nebenbei – irgendjemand hat einmal die „Fotografie als Esperanto des 20. Jahrhunderts“ bezeichnet – gar keine schlechte Definition, finde ich.

Das heißt: Für mich gibt’s einen Brückenschlag zwischen Fotografie und Esperanto und umgekehrt. Was aber mein Problem mit den Berichten über Arles nicht löst.

Vielleicht greift ihr ja einmal selbst in die Tasten und lasst mich im Kommentar wissen, ob ihr was mit Videos auf Französisch anfangen könnt oder ob euch sowas eher nerven würde.

[Ich werde aber in unregelmäßiger Folge hier auf complexityinaframe über einige Highlights des Festivals in Arles berichten].