Die geglückte Visualisierung der österreichischen Geschichte im Mumok

Die Ausstellung Photo/Politics/Austria im Wiener MUMOK ist ein bemerkenswerter pointierter Beitrag zum oft strapazierten „Gedenkjahr“ 2018.

100 Jahre Republik – das kann gefährlich werden. Dann beispielsweise, wenn man eine Art republikanischen Urknall erfindet, der die Geschichte des neuen Staates von der imperialen Vergangenheit des Vielvölkerstates der Habsburger loslöst. Oder wenn man ignoriert, dass sich bis weit in die Gegenwart hinauf relevante Fraktionen der herrschenden Klasse niemals mit der republikanischen Idee anfreunden konnten.

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Vorstellungsvorschau: Photo/Politics/Austria

Im Wiener Museum moderner Kunst Mumok gibt es zur Zeit eine Ausstellung an der Schnittstelle zwischen allgemeiner Geschichte und Mediengeschichte: Phiti/Politics/Austria.

Auf der Homepage des mumok findet sich eine kurze Darstellung des Projekts und ein Videointerview mit einer der Kuratorinnen, Einen ausführlichen Bericht wird es geben, nachdem ich die Ausstellung besucht haben werde!

https://www.mumok.at/de/node/30968

 

Der erste Netcast: Die Polizeifotos vom Mai ’68 in Paris

Experimentell: Mein erster Netcast. Es gibt immer wieder Themen, die so umfangreich sind, dass ich einfach nicht die Zeit habe, sie entsprechend ausformuliert niederzuschreiben. Oder bei denen ich lieber drauflos erzählen möchte. Also die naheliegende Lösung: Ein Netcast.

Unter dem Link zum Cast auf Soundcloud findet ihr einen Link zu einigen der Fotos, um die es in dem Beitrag geht.  Feedback würde mich freuen!

https://www.rencontres-arles.com/fr/expositions/view/226/1968-quelle-histoire

Videosonntag: Die „lost places“ des Robert Bouchal

Zeitgeschichtlich Interessierte kennen Robert Bouchal als Autor und Ko-Autor von Büchern zur „verschütteten“ Geschichte, vor allem der NS-Zeit. Robert Bouchal ist Fotograf, Autor, Höhlenforscher, Pilot – die ideale Kombination für einen Jäger der „lost places“. Hier ein Beispiel für Bouchals Abenteuer (im Juni wird er übrigens im Wiener Literaturbuffet zu Gast sein).

Ein dunkles Kapitel der amerikanischen Zeitgeschichte im International Center of Photography in New York

„Dann kamen sie, um mich zu holen: die Inhaftierung von japanischen Amerikanern während des Zweiten Weltkriegs“ („Then They Came for Me: Incarceration of Japanese Americans during World War II“) im International Center of Photography untersucht eine dunkle Episode der US-Geschichte:  im Namen der „nationalen Sicherheit“ wurden nach dem Angriff der japanischen Luftwaffe auf den US-Flottenstützpunkt Pearl Harbor am 7. Dezember 1941  120.000 rechtmäßige Bürger der Vereinigten Staaten ohne richterliche Verurteilung oder Rücksicht auf verfassungsmäßige Bestimmungen eingekerkert und/oder zwangsumgesiedelt, bloß, weil sie japanischer Abstammung waren.

Korporal Jimmy Shohara (US-Army), dessen Eltern im Internierungslager Manzanara festgehalten wurden. Die Brustspangen wurden für ausgezeichnetes Verhalten und besondere Leistungen im Pistolenschießen verliehen. Foto: Ansel Adams

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