Videosonntag: Jindřich Štreit

Herummeckern ist bekanntlich leicht. Im Zusammenhang mit der Robert-Vano-Ausstellung in Wien habe ich bekrittelt, dass wir leider viel zuwenig Augenmerk auf unsere östlichen Nachbarländer legen, wenn es um Fotografie geht. Heute wäre ich fast der Versuchung erlegen, ein Video über einen englischen Fotografen online zu stellen, und dann habe ich mir gesagt: He, das ist ganz schön inkonsequent! Zuerst kritisieren, und dann zurück zur Tagesordnung?

Also habe ich ein bisschen herumrecherchiert und widme den Videosonntag einem der Meister der tschechischen Dokumentarfotografie, dem 1946 geborenen Jindřich Štreit. Er gilt als Chronist des tschechischen Dorflebens. Seine despektierlichen Porträts von Politikern trugen ihm unter dem stalinistischen Regime Haft und Berufsverbot ein. Aber: schaut selbst!

Die Portfolio-Seite – gründlich erneuert

Auch bei hochsommerlichen Temperaturen ist gelegentlich ein Frühjahrsputz angesagt. Daher habe ich heute endlich Zeit dafür aufgewendet, meine Portfolioseite (oben anzuklicken!) von etlichen Bugs zu säubern und ein bisschen aufzuräumen. Und neue Fotos sind natürlich auch dazu gekommen.

Auch die Farben habe ich deutlich aufgehellt – weg vom klassischen Schwarz, hin zu einer freundlichen hellen Benutzeroberfläche.

Dahinter steckt die Absicht, in Zukunft wieder auf dem „Hauptblog“ mehr theoretische und inhaltliche Texte und weniger eigene Fotos zu veröffentlichen. Die Fotos, die ich selbst nach kritischer Betrachtung „herzeigbar“ finde, wandern dann ins Portfolio, während mein Instagram-Account für die „schnellen“ Fotos gedacht ist.

Feedback ist natürlich herzlich willkommen!

Çağdaş Erdoğan beim Festival der jungen europäischen Fotografie CIRCULATION(S) in Paris

Der 1992 geborene türkisch-kurdische Fotograf Çağdaş Erdoğan ist ein international gefragter Fotojournalist mit Hauptwohnsitz in Istanbul. Seine Berichte aus der Osttürkei wurden unter anderem von BBC, Der Spiegel, The New York Times oder Libération abgedruckt. Im September 2017 wurde er festgenommen, weil er angeblich im  Yoğurtçu Park in Istanbul das Hauptquartier der  Millî İstihbarat Teşkilatı (MİT) , also des türkischen Geheimdienstes, fotografiert habe. In einem Interview mit dem British Journal of Photography stellt Erdoğan klar, dass der Park ein frei zugängliches Gelände ist und keinerlei Hinweise auf eine Fotoverbotszone vorhanden seien. „Çağdaş Erdoğan beim Festival der jungen europäischen Fotografie CIRCULATION(S) in Paris“ weiterlesen

Buchtipp: Feininger ist zurück …

Andreas Feininger

Was? Heute ein Fotobuch aus 1978 lesen? oder gar aus 1961? Igitt! Hat man damals überhaupt schon fotografiert? Mit der Camera Obscura? Oder was …

Stimmt – wenn man Andreas Feiningers “Große Fotolehre”, bei Heyne als Taschebuch in der 11. Auflage um 15,50 EUR erhältlich, zur Hand nimmt, findet man im 1. Teil “Ausrüstung und Material” natürlich nicht die tollen neuen Digital-DSLRs, die spiegellosen Systemkameras, nicht einmal die Handycams. Andererseits – was da über Objektive steht, über Brennweiten, den Einsatz von Stativen und Blitzgeräten – mhhh, eigentlich doch spannend. „Buchtipp: Feininger ist zurück …“ weiterlesen