Providentiabrunnen, Wien
Providentiabrunnen [Donnerbrunnen], Wien, Allegorie: Ybbs

Seit 2022 ist am Neuen Markt in der Wiener Innenstadt wieder der Providentiabrunnen, gemeinhin als “Donnerbrunnen” bekannt, zugänglich. Wegen des Baus einer Tiefgarage hatte man den zwischen 1737 und 1739 nach Entwürfen von Georg Raphael Donner errichteten Brunnen abgetragen.

Das Besondere am Providentia-Brunnen (“Providentia” ist die Vorsehung) war der Auftraggeber, nämlich die Stadt Wien. In der Entstehungszeit des Brunnens war üblicherweise das Kaiserhaus für die Vergabe derartiger bedeutender Aufträge verantwortlich. Die Zentralfigur des Brunnens verkörpert allegorisch in Form der Providentia die weitsichtige und gute Regierung – hier wohl auf die Stadtverwaltung bezogen. Die vier Figuren am Brunnenrand verkörpern die Flüsse Ybbs, Traun, March und Enns. Insgesamt lässt sich der Brunnen als Würdigung der bis heute vorbildlichen Wasserversorgung der Stadt interpretieren.

Leider wurden die Bauarbeiten für die Tiefgarage zwischen Oper und Hofburg nicht genutzt, um städtebauliche Sünden der Vergangenheit zu reparieren. Wenn man ein Beispiel für Bodenversiegelung braucht – eh voilà! Die leicht rachitischen Alibi-Bäumchen, hübsch steinern umzingelt, machen einen recht armseligen Eindruck.

Für alle, die es fotografisch genau wissen wollen: momentan fotografiere ich bevorzugt Schwarzweiß und im quadratischen Format 1:1. Die Kamera ist eine Canon EOS M50, das Objektiv ein Pergear 35mm 1:1.2 (manueller Focus). Ich liebe dieses preiswerte Objektiv!

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