Neu: Das Portfolio

earlybloggers

Als ich diesen Blog – der mittlerweile übrigens schon über 200 Beiträge enthält! – gestartet habe, wusste ich nur vage, wohin die Reise gehen wird.

Warum ich überhaupt den zigtausendsten Fotoblog begonnen habe? Aus purem Egoismus – es macht mir Spaß. Ich teile gerne Fotos, die ich gemacht habe, und die mir gefallen (sonst würde ich sie ja nicht teilen). Ich teile Ideen, die ich mir zum Thema Fotografie mache (und das sind gar nicht so wenige). Hin und wieder gebe ich praktische Tipps (aber nur, wenn ich sie selber vorher ausgetestet habe). Und dann berichte ich auch gerne über Ausstellungen, die ich besucht habe (fast nichts ist wichtiger für einen Fotografen, als Fotos anderer zu sehen). Und, zwangsläufig, über Fotobücher, die ich gelesen habe oder gerade lese.

Mittlerweile habe ich mich sogar auf das rutschige Terrain der Vlogs begeben.

Und nun das Geständnis: Bei all dem habe ich mir vorher eigentlich keinerlei Gedanken gemacht, was an technischer Umsetzung auf mich zukommt. WordPress zum Beispiel. Ich entschied mich für ein schickes Template (herzlicher Dank an Daniel, den erfahreren Blogger, für die tatkräftige Starthilfe). Und dann habe ich halt im Schweiße meines Angesichts versucht, die Möglichkeiten auszuloten, die mir WordPress bietet.

Am meisten hat mich in den letzten Monaten frustriert, dass meine Fotos in den Blogbeiträgen immer so handlich klein erscheinen :-(. He, warum placke ich mich ab, wenn dann nur bessere Briefmarken ‚rauskommen? Also suchte ich nach der Portfolio-Option, fand sie, las diverse Hilfefiles, Dokus und Blogs und – war einigermaßen ratlos. Ich verstand nur Bahnhof (stimmt! Bahnhöfe sollte ich eigentlich auch einmal fotografieren!)

Aber heute – aber heute wagte ich’s, opferte ein Stündchen meiner Freizeit – und, voilà, jetzt habt ihr oben, unter dem Kopf des Blogs, im Menu, die Portfoliofunktion! Bin ich stolz auf mich!

Ja, OK, andere haben das schon längst, weiß ich und gönne ich ihnen auch. Aber: Ich habe das mir das zumindest teilweise schwer erarbeitet. Und das freut mich. Und als nächstes werde ich auch noch lernen, wie ich Ergänzungen im Portfolio irgendwie sichtbar auf dem Blog ankündigen kann. Ich habe mir bis zum 400. Beitrag Zeit eingeräumt dafür!

Es ist soweit: Das elektronische Magazin zum Blog ist da!

Etliche Beiträge auf meinem Blog sind ziemlich lang geraten, und das sollte man ja vermeiden (meinen Experten für social media 😉 ). Also habe ich mich entschlossen, als „flankierende Maßnahme“ ein Online-Magazin mit dem originelle Namen „COMPEXITYINAFRAME“ zu editieren.

Ich wünsche viel Vergnügen bei der Lektüre und freue mich über Feedback!

 

 

 

Lesetipp: „Warten auf Robert Capa“ von Susana Fortes

Manchmal geht’s im Leben so zu wie im Computerspiele-Klassiker Tetris (kennt das eigentlich noch wer???). Da häufen sich Steinchen an, unterschiedliche Formen fallen irgendwie hinab – und mit etwas Glück und Geschick kann man geschlossene Reihen bilden.
Mir ist es so gegangen, als ich auf den Roman „Warten auf Robert Capa“ von Susana Fortes gestoßen bin. Wie ihr ja aus meinem Blog wisst, ist die Beschäftigung mit der Frage, welche Bilder den Menschen zumutbar sind und welche gesellschaftlich-politische Dimension Fotografie (oder, genauer: Fotojournalismus und Dokumentarfotografie) haben kann irgendwie ein hauchzarter roter Faden, der „complexityinaframe“ durchzieht.
Offensichtlich ist dieses Thema nicht meine alleinige „Obsession“ – immerhin sind im Lauf des Jahres schon vier Romane erschienen, die sich unter verschiedenen Blickwinkeln diesem Thema auch oder hauptsächlich annähern: William Boyds „Die Fotografin“, Owen Sheers „I saw a man“, das Buch von Susana Fortes und jüngst Sabine Grubers „Daldsossi oder das Leben des Augenblicks“. Liegt es an der zunehmenden „Macht der Bilder“? Liegt es daran, dass uns die Konflikte und Kriege immer näher rücken? Liegt es daran, dass die harte Realität unseres Jahrzehnts den schöngeistigen Eskapismus austreibt? Liegt es daran, dass wir den „schrecklichen Bildern“ immer wenige ausweichen können?
Aber zurück zum Roman der spanischen Journalistin Susana Fortes über Gerda Taro (eigentlich Gerta Pohorylles, geboren 1910 in Stuttgart) und Robert Capa (eigentlich Endre Ernö Friedmann, geboren 1913 in Budapest).

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