Ausstellungsbericht: EIKON Award (45+)

Im Künstlerhaus Wien (zur Zeit untergebracht im 5. Gemeindebezirk, Stolberggasse 26) findet zur Zeit die Ausstellung EIKON Award (45+) statt.

Anstoß gab das Erscheinen der hundertsten Ausgabe von EIKON – International Magazine for Photography and Media Art. Unter dem Ehrenschutz von VALIE EXPORT wurde ein mit 5.000,– EUR dotierter Preis für Fotografie- und Medienkünstlerinnen ab 45 Jahren ausgelobt.

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Ein dunkles Kapitel der amerikanischen Zeitgeschichte im International Center of Photography in New York

„Dann kamen sie, um mich zu holen: die Inhaftierung von japanischen Amerikanern während des Zweiten Weltkriegs“ („Then They Came for Me: Incarceration of Japanese Americans during World War II“) im International Center of Photography untersucht eine dunkle Episode der US-Geschichte:  im Namen der „nationalen Sicherheit“ wurden nach dem Angriff der japanischen Luftwaffe auf den US-Flottenstützpunkt Pearl Harbor am 7. Dezember 1941  120.000 rechtmäßige Bürger der Vereinigten Staaten ohne richterliche Verurteilung oder Rücksicht auf verfassungsmäßige Bestimmungen eingekerkert und/oder zwangsumgesiedelt, bloß, weil sie japanischer Abstammung waren.

Korporal Jimmy Shohara (US-Army), dessen Eltern im Internierungslager Manzanara festgehalten wurden. Die Brustspangen wurden für ausgezeichnetes Verhalten und besondere Leistungen im Pistolenschießen verliehen. Foto: Ansel Adams

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Ausstellungsbericht: The Polaroid Project in der Galerie Westlicht

Bis vor kurzem war für mich Polaroid eine bloße Erinnerung an meine Jugendzeit in den frühen 70ern. Damals war es irgendwie hipp, bei Partys oder auf Schulausflügen Sofortbilder zu schießen, die in erster Linie peinlich waren. Meist nicht sonderlich scharf, in seltsam verwaschenen Farben, aber auf jeden Fall schräge Erinnerungen an Augenblicke, die uns damals denkwürdig erschienen. Natürlich war Polaroid etwas für Angeber. Die Kameras waren gar nicht so teuer, aber die Filme…

Es war uns damals nicht gewusst, das hinter den Juxkameras ein aufregender Entwicklungsprozess stand, der 1933 begann, als der Physiker Edwin Herbert Land Polarisationsfolien entwickelte, die es ermöglichsten, in unglaublich kurzer Zeit entwickelte Papierbilder vor sich zu haben. „Ausstellungsbericht: The Polaroid Project in der Galerie Westlicht“ weiterlesen

Rückblick: Paris Photo, 8. bis 12. November 2017

Vom 8. bis 11. November fand im Grand Palais Paris zum 21. Mal die internationale Fotomesse Paris Photo statt. 189 Aussteller aus 30 Ländern präsentierten Einzel- und Gruppenausstellungen. Vertreterinnen und Vertreter wichtiger internationaler Sammlungen und Institutionen nahmen an der Paris Photo als Fachbesucher teil, darunter Repräsentantinnen des Guggenheim Museums (New York), des MoMA (New York), des  Museum of contemporary Photography (Kolumbien), des YUZ Museums Shanghai, der Londoner Tate Gallery, und und und …

Blick ins Grand Palais

Aus Wien waren die Galerie CRONE und Johannes Faber unter den Ausstellern. „Rückblick: Paris Photo, 8. bis 12. November 2017“ weiterlesen

Baschlakow und Bilinovac im MARKHOF2

Ein wirklicher Geheimtipp ist die Galerie MARKHOF 2 im 3. Wiener Gemeindebezirk, in der – erraten! – Markhofgasse 2. Im Innenhof des Hauses befindet sich die Galerie – oder der Lebensbereich? – von Erich Messbauer.

Was sich heute als moderne und gemütliche Galerie präsentiert, hat laut Messbauer eine bewegte Vergangenheit – von der Stallung über eine Garage bis hin zu diversen handwerklichen Nutzungen.

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Die Robert-Frank-Ausstellung in der Albertina in Wien – sehenswert!!!

[Text von der Albertina-Homepage]

Die Ausstellung läuft bis zum 21. 1. 2018!

Robert Franks zwischen 1955 und 1957 aufgenommene Werkgruppe The Americans schrieb Fotogeschichte: Während eines Road Trips durch die USA aufgenommen, beleuchtet Frank in grimmigen schwarz-weiß Bildern den „American way of life“ der Nachkriegszeit, den er als von Rassismus, Gewalt und Konsumkultur geprägt zeigt. „Die Robert-Frank-Ausstellung in der Albertina in Wien – sehenswert!!!“ weiterlesen

Videosonntag: Das Auge des Arbeiters

Das Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde ist eine der wichtigsten Einrichtungen, die sich in Deutschland mit der Geschichte der Arbeiterfotografie beschäftigt. Hier ein sehr erhellender Mitschnitt eines Vortrags von Wolfgang Hesse im Rahmen der Ausstellung „Das Auge des Arbeiters“.

 

Der stinkende Reichtum – revisited

Das International Center of Photography ICP in New York zeigt derzeit die Ausstellung „Generation Wealth“ mit Fotos von Lauren Greenfield. Die Fotografin wurde in 1966 in Boston, Massachusetts, geboren und wuchs  in Los Angeles auf; 1987 machte sie ihren Bachelor of Arts an der Harvard Universit. International bekannte Zeitungen und Magazine wie  ELLEThe GuardianHarper’s BazaarNational Geographic oder  Vanity Fair veröffentlichten Arbeiten von ihr. Außerdem machte sich Greenfileds als Dokumentarfilmerin einen Namen. Ihre neueste Dokumentation,  Wealth: The Influence of Affluence, soll im Herbst 2017 in die Kinos kommen.

GENERATION WEALTH fasst Arbeiten aus 25 Jahren zu einer Schau über Reichtum, Wohlstand, Luxus – wie auch immer – zusammen und zeigt die Deformationen, die unsere warenproduzierende Gesellschaft hervorbringt.

Eine Schau, die gut zum 150. Geburtstag von Karl Marx‘ „Das Kapital“ passt ;-).

Videosonntag: World Press Photo 2017 – ab 15. September in Wien

Ab 15. September 2017 ist in der Wiener Galerie Westlicht die schon traditionelle Ausstellung der World Press Photo-Gewinner 2017 zu sehen.  Ich zitiere aus der Ankündigung auf der Westlicht-Seite:

Mit der Wahl der Aufnahme des türkischen Associated Press Fotografen Burhan Ozbilici zum World Press Photo des Jahres traf die Jury heuer eine besonders kontrovers und hitzig diskutierte Entscheidung. Das Bild vom 19. Dezember 2016 zeigt die Ermordung des russischen Botschafters in der Türkei, Andrey Karlov, durch den 22-jährigen Polizeibeamten Mevlüt Mert Altıntaş bei der Eröffnung einer Fotoausstellung in Ankara.
„Es war eine äußerst schwierige Entscheidung, aber schließlich war die Mehrheit der Auswahlkommission von der Explosivität des Bildes überzeugt“, so Jury-Mitglied Mary F. Calvert. „Es bringt den derzeit verbreiteten Hass auf den Punkt und jedes Mal, wenn das Foto auf unseren Bildschirmen auftauchte, wichen wir unwillkürlich ein Stück zurück, weil es eine solche Sprengkraft besitzt. Wir hatten den Eindruck, dass dieses Bild wirklich verkörpert, worum es beim World Press Photo des Jahres geht“.

Hier eine kleine Vorschau – ein Blogbeitrag zur Ausstellung, der sich vor allem mit der Kontroverse um das Siegerbild beschäftigt, folgt nach der Eröffnung.